Ortsverein

100 Jahre Sozialdemokratie in Rheinau gefeiert

Die Jubiläumsfeier "100 Jahre SPD in Rheinau" im Foyer der Stadthalle sollte am Freitag nicht nur ein Anlass zur Freude sein, sondern daran erinnern, dass Mitbürger und Mitbürgerinnen um ihre Freiheitsrechte und Demokratie kämpfen mussten.

"Wir leben spürbar in politisch bewegten Zeiten. Manches geht dabei in die falsche Richtung. Demokratie ist kein Geschenk – jede Generation muss sie sich erarbeiten", zitierte der Vorsitzende der SPD Rheinau, Helmut Lind, in seinem Schlusswort Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die demokratischen Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität würden erneut enorm an Bedeutung gewinnen. In seiner Begrüßung hatte er zuvor darauf hingewiesen,  dass in den Wirren der Novemberrevolution im Jahre 1918 Männer mutig vorangegangen wären und einen SPD-Ortsverein in Freistett gegründet haben. Sozialdemokraten seien es gewesen, die im gleichen Jahr auch das Frauenwahlrecht erkämpfen und durchsetzen konnten.
"100 Jahre SPD in Rheinau – Soziale Verantwortung für die Bürger unserer Stadt« – ihre wechselhafte Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart zeigte das SPD-Vorstandsmitglied  Siegfried Koch auf, wie sie auch in einer Jubiläumsbroschüre von einer Arbeitsgruppe  zusammengestellt wurde. Nach der November-Revolution 1918  hatten in Freistett Karl und Christian Durban zusammen mit David Hügel einen sozialdemokratischen Verein gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 im Rathaussaal die Neugründung, bei der der Schiffer Friedrich Müller zum Vorsitzenden gewählt wurde. Auch in Rheinbischofsheim, Helmlingen, Diersheim und Linx konnten Vereine gebildet werden, die sich mit Bildung der neuen Stadt zur SPD Rheinau vereinigten. Zusammen mit Bürgern aus den übrigen Stadtteilen wurde eine Listengemeinschaft von SPD/Freie Wähler gebildet: "Wir sind Rheinauer« wurde zum Erfolgsmodell, auf das man bis heute stolz sei. Maßgeblichen Anteil daran hatte Friedrich Stephan als erster Bürgermeister der Stadt Rheinau und deren "Baumeister", dem als Bürgermeister Meinhard Oberle (SPD) folgte.

Mit Ortenau verbunden

Die Geschichte der Sozialdemokratie ist eng mit der Ortenau verbunden. In seiner Festrede zeigte der frühere Bundestagsabgeordnete, Generalsekretär und Landtagsabgeordnete  Peter Friedrich (Konstanz) ihre Entwicklung auf. Als wichtigste Zukunftsaufgaben bezeichnete er die globale Digitalisierung und die Sicherung guter Lebensbedin­gungen.

Die SPD hat über hundert Jahr die lokale Politik entscheidend mitgeprägt«, überbrachte ihr Bürgermeister Michael Welsche Glückwünsche der Stadt Rheinau. Die Bereitschaft, politische Verantwortung zu übernehmen, für Werte und Meinungen einzustehen, sei Voraussetzung, dass ein Gemeinwesen funktioniere. 

 Die SPD in Rheinau präsentiert sich als Aktivposten im SPD-Kreisvorstand. Als eine wertvolle Stütze bezeichnete der Kreisvorsitzende Karl-Rainer Kopf ihren Vorsitzenden Helmut Lind. Die SPD Rheinau war und sei der sozialdemokratische Fels in der Brandung im Norden der Ortenau.

"Wir wollen Frieden für alle" – mit bekannten Liedern unter Leitung von Petra Mayer-Kletzin bekannten sich die "Roten Socken" der SPD Ortenau zu den Werten der Demokratie. Nicht fehlen durfte am Jubiläumsabend der AGV "Frohsinn" Freistett zur musikalischen Umrahmung unter Leitung von Michael van Boxel. "Sind wir von der Arbeit müde, ist immer noch Kraft zu einem Liede" war er fünf Jahre nach der Gründung des SPD Ortsvereins Freistett von Arbeitern am Rench-Flutkanal angeregt worden.  "Das Badner Lied" aus der Frühzeit der Sozialdemokratie sollte einen kraftvollen und trefflichen Abschluss bilden.

Ehrungen

Für 40-jährige Mitgliedschaft konnten Walter Frei, Gerd Leiner und Siegfried Koch geehrt werden. Günther Reichlin gehört dem Ortsverein 30 Jahre an, darunter zehn Jahre als Beisitzer und drei Jahre als Vorsitzender, konnte die Ehrung aus persönlichen Gründen nicht in Empfang nehmen. Walter Frei engagierte sich als Beisitzer im Vorstand und war bis 1997 stellvertretender Vorsitzender. Durch besondere Verdienste zeichnete sich Siegfried Koch aus: 25 Jahre Ortsvorsteher in Holzhausen, 25 Jahre als Gemeinderat mit zusätzlichem Aufgaben als Fraktion- und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Autor: Hermann Kiefer in der Acher-Rench-Zeitung vom 26.11.2018.
Foto: Hermann Kiefer

 

SPD-Ortsverein feiert in diesem Jahr Jubiläum

Mit dem bewährten Vorstandsteam geht es weiter / "Der Wahlausgang muss uns eine Lehre sein"

Mit der bewährten Führung geht der SPD-Ortsverein Rheinau in das Jubiläumsjahr. Ende November soll das 100-jährige Bestehen des Ortsvereins entsprechend gefeiert werden. Bei den Wahlen in der Jahreshauptversammlung am Freitag wurde der Vorsitzende Helmut Lind einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenso Stellvertreter Roland Paasch. Einen Wechsel gab es dagegen beim Posten des Kassierers. Da Horst Siehl, der früher auch schon als Vorsitzender den Ortsverein leitete und zudem aktuell als Gemeinderat der Fraktion SPD/ FW angehört, künftig etwas kürzer treten will, wurde mit Siegfried Koch ein Nachfolger gewählt. Als Beisitzer werden zudem Manfred Kreß, Heike Glaser, Gerd Leiner, Sandra Reichlin, Heiderose Keck und Günther Reichlin dem Gremium angehören.

Gewählt wurden außerdem Helmut Lind und Heiderose Keck als Delegierte für die anstehenden Kreiskonferenzen. Und als Delegierte auf Kreisebene für die Europawahl im Jahr 2019 erhielten Heiderose Keck und Andreas Gugelmeier das Vertrauen der Mitglieder. Vorsitzender Helmut Lind ließ bei seinem Bericht die vergangenen zwei Jahre nochmals Revue passieren. Dabei stand das Jahr 2017 ganz im Zeichen der Bundestagswahlen, die ja bekanntlich dann nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Genossen ausgefallen sind. Gestartet ins Wahljahr war man mit einem sehr gut besuchten Vortragsabend mit dem Europaabgeordneten Peter Simon. Ansonsten investierte man viel Energie in die Unterstützung der Kandidatur von Elvira Drobinski-Weiß, informierte der Vorsitzende. „Dass deren Wiedereinzug in den Bundestag nicht mehr geschafft wurde, ist mehr als bedauerlich und lag nicht zuletzt an der sehr ungünstigen Platzierung auf der SPD-Landesliste", so Lind. „Bei der Vergabe der Listenplätze wurde Südbaden eindeutig benachteiligt" stellte Lind dazu fest. Positiv zu bewerten sei jedoch die Tatsache, dass der Ortsverein während der letzten Monate einige neue Mitglieder begrüßen konnte, ebenso das Engagement einer Arbeitsgruppe, die sich anlässlich des Jubiläums derzeit mit der Erstellung einer Broschüre zur 100-jährigen Geschichte der SPD in Freistett bzw. später in Rheinau beschäftigt. „Schwarze Zahlen" präsentierte der scheidende Kassierer Horst Siehl bei seinem letzten Bericht zur finanziellen Lage des Ortsvereins. Demnach wurde solide gewirtschaftet und einige Rücklagen gebildet. Helmut Lind würdigte das langjährige Engagement von Horst Siehl im Ortsverein und bedankte sich im Namen der Mitglieder. Lobende Worte fand auch Andreas Pollok, der dem Vorstand engagierte Arbeit bescheinigte.

Als prominenten Gast bei der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Helmut Lind den Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner begrüßen. Der Jurist aus dem Nachbarwahlkreis Lahr/Emmendingen, gehört zur „Jungen Abgeordnetengarde" der SPD im Bundestag und ist dort Mit­glied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, Sprecher der gleichnamigen SPD-Arbeitsgruppe sowie Mitglied im Vorstand der Bundestagsfraktion. „Die Stimmung ist gut in der Bundestagsfraktion, da die Arbeit nach der GroKo-Einigung endlich aufgenommen werden konnte" berichtete der Abge­ordnete aus Berlin: „Der Wahlausgang muss uns eine Lehre sein, wir dürfen künftig nicht mehr so brav agieren, müssen deutlich Profil zeigen und gute Ideen transparent vertreten.“

Bild: Neuwahlen bei der Rheinauer SPD: der Vorstand des SPD-Ortsvereins mit dem Vorsitzenden Helmut Lind (Fünfter von rechts), Stellvertreter Roland paasch (Dritter von rechts) sowie Gastredner Johannes Fechner (Vierter von rechts) Foto: job

Josef Budai am 16. April 2018 im "Acher- und Bühler Boten"

 

Finden Sie nicht auch, dass es sich lohnt, für ein modernes und gerechtes Deutschland zu arbeiten?

Für ein Land mit Sicherheit für seine Bürger, Zukunftschancen für alle und einer starken Demokratie. Für ein Deutschland, das internationale Verantwortung übernimmt und bei dem Gerechtigkeit und Fairness nicht an den Landesgrenzen endet.

Ob im Stadtteil vor Ort, im Bundesland, auf nationaler oder internationaler Ebene: Überall engagieren sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dafür, die Welt ein Stück gerechter zu machen.

Machen Sie doch einfach mit. Wir treten ein. Warten Sie nicht länger. Weitere Info bei unserem . Vorsitzenden Helmut Lind, Tel. 07844/991780 oder per Mail an info(at)spd-rheinau.de

 

Sie erreichen uns per E-Mail unter:

info@spd-rheinau.de

Termine

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23.03.2019, 14:30 Uhr Jubiläumsfeier der AWO in Zell am Harmersbach
70 Jahre Arbeiterwohlfahrt – Ortsverein Zell a. H. und 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Deutschland.

11.04.2019, 19:30 Uhr Mitgliederversammlung der SPD Rheinau

26.05.2019 Kommunalwahlen in Baden-Württemberg und Europawahl
Natürlich die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD wählen!

28.05.2019, 19:30 Uhr Kreisvorstandsitzung der SPD Ortenau

17.07.2019, 19:30 Uhr Kreisvorstandsitzung der SPD Ortenau

20.11.2019, 19:30 Uhr Kreisvorstandsitzung der SPD Ortenau

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SPD Baden-Württemberg

Stoch: "Kretschmann hat den Geist unserer Landesverfassung verraten"

Die SPD reicht gegen die rechtliche Ablehnung des Volksbegehrens für gebührenfreie Kitas durch die Landesregierung am heutigen Montag Klage beim Verfassungsgerichtshof ein. "Wir haben sehr gute Argumente auf unserer Seite - nicht nur politisch, sondern auch juristisch", erklärte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. "Wir haben allen Grund zu Optimismus."

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat die heutige Ankündigung der Grünen, die Prüfung einer Verfassungsreform zu erwägen, als "Gipfel der Heuchelei" bezeichnet. "Erst tut Herr Kretschmann alles, um direkte Demokratie auszubremsen - und Herr Sckerl macht dann den angeblichen Vorkämpfer. Die Grünen wollen die Menschen für dumm verkaufen. Aber das sind sie nicht", erklärte Binder.

Auf dem Politischen Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg hat Landeschef Andreas Stoch die Zurückweisung des Volksbegehrens für gebührenfreie Kitas durch die Regierung Kretschmann erneut scharf kritisiert. "Sollten wir je aufgrund der grün-schwarzen Landesregierung scheitern, dann wird die Landtagswahl 2021 zur Volksabstimmung über Gebührenfreiheit", rief Stoch vor über 600 begeisterten Gästen in Ludwigsburg.

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Stoch: "Wir lassen uns auf unserem Weg zur Entlastung von Familien nicht ausbremsen"

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch hat die Zurückweisung des Zulassungsantrags zum Volksbegehren für gebührenfreie Kitas durch die Landesregierung scharf kritisiert. "Das ist Kretschmanns Sündenfall. In dieser Regierung herrscht offensichtlich nackte Panik aus Angst vor dem Volk."

Der SPD-Chef betonte, bei der Nichtzulassung dieses ersten Volksbegehrens nach Änderung der Landesverfassung gehe es nicht um irgendeine rechtliche Entscheidung des Innenministeriums, sondern um "billiges politisches Taktieren an der Spitze der Landesregierung von Seiten des Innenministers und des Ministerpräsidenten - und zwar auf Kosten der Demokratie in Baden-Württemberg".

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat das eindeutige Votum der Freiburgerinnen und Freiburger für den neuen Stadtteil Dietenbach ausdrücklich begrüßt.

"Dieser Bürgerentscheid ist ein deutlicher Auftrag an die Politik, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er hat Gewicht weit über die Stadt Freiburg hinaus", erklärte Stoch am Sonntagabend. "Gratulation an Oberbürgermeister Martin Horn und an die Freiburger SPD für deren klare Haltung."

SPD-Landeschef Andreas Stoch hat sich angesichts des Wahlsiegs von Thomas Keck bei der Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen "vollkommen überwältigt" gezeigt. "Das ist einfach grandios. Es war hauchdünn, ein echter Wahlkrimi, spannender als jeder Tatort - aber gewonnen ist gewonnen! Herzlichen Glückwunsch an Thomas Keck, an sein Team und an die ganze Reutlinger SPD! Das war spitzenmäßig", so Stoch, der am Sonntagabend bei der Wahlparty in Reutlingen mit dabei war.

Stoch: "Über 17.000 Unterschriften in nur vier Wochen sind ein tolles Signal für Gebührenfreiheit in der Kita"

Die SPD Baden-Württemberg hat heute beim Innenministerium ihren Zulassungsantrag zum Volksbegehren für gebührenfreie Kitas eingereicht. Bis zum Dienstag waren über 17.000 beglaubigte Unterschriften zur Unterstützung des Begehrens beim SPD-Landesverband eingegangen - also weit über die erforderlichen 10.000.

Die Pforzheimer SPD hat auf ihrer Nominierungskonferenz Uwe Hück als Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai gewählt. Für den scheidenden Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Porsche AG stimmten am Samstagvormittag 41 von 46 anwesenden Kreisdelegierten. Damit steht er nun auf Platz 1 der SPD-Liste für die Gemeinderatswahl in der Goldstadt.

Stoch: "Damit ist der erste Schritt auf dem Weg zur spürbaren Entlastung von Familien erfolgreich gemacht"

Das von der SPD gestartete Volksbegehren für gebührenfreie Kitas in Baden-Württemberg hat das erste Etappenziel erreicht: Bis zum heutigen Samstag sind über 10 000 beglaubigte Unterschriften beim SPD-Landesverband eingegangen. Das teilte Landeschef Andreas Stoch bei einer Klausurtagung des Landesvorstands am Wochenende in Bad Boll mit.

"Das ist eine unglaubliche Resonanz", so Stoch. "Damit ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer spürbaren Entlastung der Familien in Baden-Württemberg erfolgreich gemacht." Stoch betonte, aus dem ganzen Land gebe es positive Rückmeldungen für die Initiative. Ebenso wie in der SPD selbst habe die Landespartei weit über die Parteigrenzen hinaus Unterstützung erhalten."Ich danke allen, die sich jetzt schon beteiligt haben. Diesen tollen Schwung werden wir mitnehmen in die nächste Phase."

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat den Beschluss des Landesvorstands der Grünen für nach Einkommen gestaffelte Kitagebühren als "reinen Papiertiger" bezeichnet.

Es sei zwar bemerkenswert, dass sich die Grünen in Anbetracht des von der SPD geplanten Volksbegehrens nun offensichtlich unter Druck fühlten. "Aber dieser Beschluss ist weder inhaltlich konsequent noch politisch glaubwürdig", so Stoch. Schließlich seien die Grünen jetzt seit acht Jahren stärkste Regierungspartei und hätten das ganze Thema der Gebührenentlastung "von vorne bis hinten" nur blockiert. Mit ihrem jetzigen Vorstandsbeschluss spielten die Grünen weiterhin Qualität, Kitaplätze und Gebührenfreiheit gegeneinander aus - "und das ist so falsch wie unnötig".