SPD bestätigt Helmut Lind

Veröffentlicht am 28.11.2025 in Ortsverein

Der Rheinauer Ortsverein setzt bei den Neuwahlen auf seine bewährte Führungsspitze. Bundespolitisch in schwierigem Fahrwasser, richten die Genossinnen und Genossen jetzt den Blick auf die Landtagswahlen im März.
 


"Nach der Wahl ist vor der Wahl.“ Dieses Zitat beschreibt treffend die aktuelle Situation beim SPD-Ortsverein Rheinau. Neben den Neuwahlen stand der Rückblick auf die Bundestagswahl und die Vorbereitungen auf die kommenden Landtagswahlen im Mittelpunkt der Hauptversammlung. Bei den Wahlen wurden Vorsitzender Helmut Lind, der seit über zehn Jahren an der Spitze des Ortsvereins steht, und Stellvertreter Uwe Acker, einstimmig bestätigt, ebenso Kassierer Siegfried Koch. Neu als Beisitzer im Gremium sind Andreas Gugelmeier und Klaus Knörle.

Vorsitzender Lind blickte in seinem Jahresbericht auf die Bundestagswahlen zurück, deren Ergebnis viele Mitglieder enttäuscht habe. "Die Bundesregierung mit Kanzler Merz muss aktuell den Worten mehr Taten folgen lassen, um weiteren Zulauf zu extremen Parteien zu verhindern. Eine stabile demokratische Mitte wird sonst immer schwerer“, konstatierte Lind. "Populisten und Extremisten verhöhnen die demokratischen Institutionen, vergiften die Debatten und treiben ein Spiel mit der Angst." Die Wähler sollten sich bei den kommenden Wahlen gut überlegen, ob sie wirklich einen Austritt aus der EU, der Nato und dem Euro und die Gefährdung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung wollen, warnte der Vorsitzende.

In seinem Ausblick richtete Lind den Fokus auf die Landtagswahlen im März mit dem Ziel, ein besseres Ergebnis als im Jahr 2021 zu erreichen, was keine leichte Aufgabe werden dürfte. "Zeigen wir den Menschen, wofür wir stehen: für Demokratie, sozialen Zusammenhalt und ein gerechteres Baden-Württemberg. Wir sind die Partei, die für Beschäftigte und Familien eintritt und niemanden zurücklässt, für Fortschritt und Zusammenhalt“, so der Appell des Vorsitzenden.

Der Landtagskandidat Raphael Kupferer, der im März für den Wahlkreis antritt, nutzte die Gelegenheit, um sich und seine Ziele vorzustellen. Als Schwerpunktthemen nannte der ausgebildete Altenpfleger aus Oberkirch Bildung, Wirtschaft, Arbeit und Wohnen sowie, nicht ganz überraschend, Pflege und Gesundheitsfürsorge. "Wenn Menschen monatelang auf

Operationen warten, Pflegekräfte aufgeben und Kliniken schließen, dann steht die Gesundheit nicht mehr im Mittelpunkt. Wir wissen: Wer krank ist, braucht Nähe, Hilfe und Würde, nicht Bürokratie“, forderte Kupferer. Bürokratieabbau war eines der Themen, die anschließend intensiv erörtert wurden, ebenso die Landtagswahlen.


Josef Budai in der Kehler Zeitung vom 25.11.2025

Foto: Josef Budai