Politischer Jahresauftakt: Arbeit und Fortschritt in einer neuen Zeit gestalten!

Veröffentlicht am 08.01.2018 in Landespolitik

Beim heutigen Spitzentreffen und politischen Jahresauftakt der SPD Baden-Württemberg wurde über die Herausforderungen der Digitalisierung diskutiert und das Positionspapier "Arbeit und Fortschritt in einer neuen Zeit gestalten!" verabschiedet. Zu Gast waren Dr. Raúl Rojas, Professor für Informatik und künstliche Intelligenz an der Freien Universität Berlin und Alfred Löckle, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Bosch.

 

 

Das Positionspapier der SPD Baden-Württemberg

Arbeit und Fortschritt in einer neuen Zeit gestalten!

Wir sind stolz auf die Errungenschaften für unsere Arbeitsgesellschaft, die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gemeinsam mit den Gewerkschaften über die vergangenen 154 Jahre erkämpft haben: die Normierung der Arbeitszeit, der Kündigungsschutz, die Etablierung von Betriebsrätinnen und Betriebsräten sowie die betriebliche Mitbestimmung. An diesen bewährten, sozialstaatlichen Fundamenten wollen wir auch für die moderne Arbeitswelt festhalten.

Die Arbeitsgesellschaft von heute befindet sich in einem spürbaren Wandel. Die Struktur der Arbeit verändert sich, sie wird zeit- und ortsunabhängiger, sie stellt stetig verändernde Qualifizierungsanforderungen an die Beschäftigten. Es ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten für eine größere Zeitsouveränität im Leben von Familien. Gleichzeitig gibt es immer neuere Produktions-, Kommunikations- und Wertschöpfungsprozesse, die traditionelle Berufe verändern oder gar verschwinden lassen und neue Berufsbilder hervorbringen.

Eine neue industrielle Revolution, die Digitalisierung und der technische Fortschritt sind dafür die wesentlichen Triebfedern. Damit einhergeht, gerade bei uns im industriell geprägten Baden-Württemberg, eine neue historische Mission für die Sozialdemokratie als Partei der Arbeit und des Fortschritts. Wir müssen die grundlegenden Umbrüche der digitalen Arbeitswelt verstehen, die aufkommende Transformation aktiv im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestalten und dabei sozial verantwortliches Unternehmertum stärken. Und zwar so, wie es in der deutschen und europäischen Industriegeschichte immer die Haltung der Sozialdemokratie war: angstfrei, selbstbewusst und ohne Technikfeindlichkeit. Aber auch mit klugen Ideen für Qualifizierung, Tarif- und Sozialpolitik. Für uns steht der technische Fortschritt im Dienste der Gesellschaft. Er soll nicht wenigen, sondern allen Menschen nutzen!

Realitätssinn und Handeln statt Panik und Verklärung für die Arbeitswelt 4.0

Die Debatte um die sogenannte Arbeitswelt 4.0 geht mit zwei Polen einher. Sie ist hin- und hergerissen zwischen einer Angstvorstellung vom Ende der Arbeit und einer allzu optimistischen Sicht auf die Segnungen eines neuen Arbeitszeitalters, welches die Beschäftigten von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung, vom „Lohnempfänger“ zum “Entrepreneur” führt.

Klar ist, dass die Möglichkeiten einer digitalen Arbeitswelt auch neue Chancen für die Gesellschaft mit sich bringen. Hierarchien können flacher werden, Erwerbsformen flexibler und mobiler und Arbeit kann sich teilweise von der Präsenz entkoppeln. Das Beispiel Skandinavien zeigt, wie eine dynamische Mischung von Job-Training und Individualisierung der Arbeit umgesetzt werden kann, die Sicherheit mit Mobilität kombiniert. Es ergeben sich vielfältige Arbeitsmodelle jenseits der Acht-Stunden-Logik – für alle Geschlechter.

Gleichzeitig gilt es, die Risiken im Auge zu behalten. Entgrenzung von Arbeit, Überforderung durch ständige Erreichbarkeit und Leistungserwartung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, nicht gewollte Scheinselbstständigkeit und Billiglöhne sind die Schattenseiten einer modernen Arbeitswelt geworden. Wir wollen als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten alles dafür tun, dass gute Arbeit zur universellen Grundlage für die digitale Arbeitsgesellschaft wird.

Der Rationalisierungsdruck kann sich im Zuge einer beschleunigten digitalen Automatisierung – ermöglicht durch stets perfektere Algorithmen und Fortschritte in den Feldern der Robotik, der Sensorik und der Datenanalytik – weiter erhöhen und nicht nur vom Fließband auf die Büroetage überspringen, sondern auch Jobs im Dienstleistungssektor gefährden. Gleichzeitig geht uns aber mitnichten die Arbeit aus. Den besten Schutz zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bilden auch künftig wirksame Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, ein Leben lang!

Die „digitale Rendite“ gerecht verteilen

Die Digitalisierung verspricht für die kommenden Jahre und Jahrzehnte technologiegetriebene, riesige Produktivitätsfortschritte in unserer Volkswirtschaft, wenn konsequent die richtigen Rahmenbedingungen dafür realisiert werden. Wir wollen als Sozialdemokratie dafür Sorge tragen, dass die Erträge aus den Produktivitätsvorsprüngen durch die Digitalisierung und damit die verbleibende bezahlte Arbeitszeit gerecht verteilt werden. Die digitale Rendite muss dahin gehen, wo wir bisher zu wenige Ressourcen haben – zum Beispiel in der Bildung und im Gesundheitswesen. Wenn der durch die Digitalisierung der Arbeit erwirtschaftete Reichtum nicht gerecht verteilt wird, bekommen wir massenhaft gering bezahlte Arbeit.

Arbeit bleibt für uns der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. Bedingungslose Grundeinkommensmodelle können daher keine Antwort auf die digitale Arbeitsgesellschaft sein. Wir werden diskutieren, wie unser Sozialstaat im Zuge der Digitalisierung weiterentwickelt werden muss, um soziale Absicherung mit Teilhabechancen zu verbinden.

Die Landesregierung muss in Beschäftigte und Mittelstand investieren

Baden-Württemberg befindet in einer guten Ausgangslage, um an den großen Potenzialen der Digitalisierung zu partizipieren. Keine andere Region vereint dafür so viele wichtige Voraussetzungen: Dazu zählen einerseits die Digital- und Produktionskompetenz in Schlüsselbranchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektrotechnik, dem Fahrzeugbau und der Informations- und Telekommunikationstechnik (IKT), die in unserem Land knapp eine Million Arbeitsplätze und über 200 Milliarden Euro Umsatz stellen, und andererseits die hervorragend qualifizierten Auszubildenden und Beschäftigten in den Betrieben.

Die Grün-Schwarze Landesregierung hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, um auf Basis dieses Potenzials die Weichen für die Zukunft Baden-Württembergs zu stellen. Wir erwarten eine Qualifizierungsoffensive, die vom Land Baden-Württemberg angestoßen, begleitet und finanziell gefördert wird. Wir halten an der Forderung der SPD-Landtagsfraktion fest, auf Landesebene einen mit 10 Millionen Euro dotierten Weiterbildungsfonds einzurichten, der im Rahmen einer Komplementärfinanzierung zwischen Land und Unternehmen Weiterbildungsformate fördert. Dabei muss es insbesondere auch darum gehen, die Weiterbildung Geringqualifizierter verstärkt in den Blick zu nehmen.

Die Grundlage für die moderne Arbeitswelt wird an unseren Schulen geschaffen. Die grün-schwarze Landesregierung verspielt mit ihren zögerlichen Investitionen in digitale Bildung eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Die SPD Baden-Württemberg will die Vermittlung von Medienkompetenz, technischen Grundkenntnissen und Informatik zum elementaren Bildungsbestandteil an unseren Schulen und Berufsschulen machen und so unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen von heute und morgen vorbereiten und eine Voraussetzung schaffen, qualifizierte Fachkräfte auszubilden, die für die Zukunftsfähigkeit unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft entscheidend sind.

Wir sind überzeugt von der Idee, für Beschäftigte ein individuelles Chancenkonto zur Weiterbildung und beruflichen Entwicklung einzurichten. Wir streben auf Landesebene an, in einer räumlich noch zu definierenden baden-württembergischen Modellregion das Konzept eines „Chancenkontos“ für Erwerbstätige unter Realbedingungen zu erproben. Ein solches Konto könnte die Motivation, Weiterentwicklungen im Berufsleben aktiv in die Hand zu nehmen, erhöhen.

Ungeachtet dessen muss die Grün-Schwarze Landesregierung ihre Angriffe auf das Bildungszeit-gesetz einstellen und stattdessen verstärkt auf die Möglichkeiten der Bildungszeit hinweisen, um dann – wie ursprünglich geplant – nach vier Jahren eine Evaluation vorzunehmen. Wir befürworten zudem im Zusammenhang mit Fragen der Weiterbildung ein Initiativrecht von Betriebsrätinnen und Betriebsräten.

Wir müssen uns aus Baden-Württemberg heraus stark machen für die bundesweite Einführung einer Arbeitsversicherung, die neben der solidarischen Unterstützung für die Phasen von Erwerbslosigkeit auch Leistungen für die Qualifizierung und Weiterbildung von Erwerbslosen aber auch im Sinne der Prävention für die aktiv Beschäftigten erbringt.

Für die SPD Baden-Württemberg ist es ein zentrales politisches Anliegen, dass das Land Baden-Württemberg kleinere und mittlere Unternehmen bei der Bewältigung der anstehenden Transformationsprozesse durch eine offensivere Industrie- und Strukturpolitik unterstützt.

Daher fordern wir die Einrichtung einer Landes-Innovationsagentur, die Unternehmen mit Modernisierungsbedarf und anstehenden Erneuerungsprozessen unterstützt und Hürden zur Innovation abmildert. Kleinere und mittlere Unternehmen, die infolge des technologischen Wandels Gefahr laufen, disruptive Prozesse nicht alleine bewältigen zu können bzw. nicht in der Lage sind, die dafür erforderlichen Investitionen aus eigenen Finanzmitteln zu stemmen, sollen vom Land Baden-Württemberg auf diesem Wege eine niederschwellige und unbürokratische Beratung bzw. weitergehende Unterstützung erhalten, damit sie die Transformation erfolgreich meistern können.

Gleichzeitig müssen alle Regionen im Land gleichermaßen an den Errungenschaften und Beteiligungsmöglichkeiten der Digitalen Revolution teilhaben können. Wir wollen einen glasfasergebundenen, flächendeckenden Internet-Breitband-Ausbau von mindestens 100 Mbit/s.

 

Eine sozial verantwortliche Unternehmenskultur für die Digitalisierung

Wir werden es nicht zulassen, dass der technologische Wandel dazu genutzt wird, Arbeitnehmerrechte abzubauen. Insbesondere Tarifautonomie und Mitbestimmung müssen vielmehr an die geänderten Bedingungen angepasst und gestärkt werden. Mitbestimmung auch in Zeiten der Digitalisierung wirksam zu erhalten ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, der sich die Gewerkschaften als Tarifpartei und in den Betrieben vor Ort stellen müssen. Damit sie diese Aufgabe erfolgreich bewältigen können, bedarf es aber auch neuer politischer Rahmensetzungen, die es den Gewerkschaften erlauben, die Beschäftigten effektiv zu vertreten und weiterhin auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern zu verhandeln. Notwendig ist Vertrauen durch Mitbestimmung und Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen insbesondere auch bei der Einführung neuer digitaler Technologien.

Wir wollen bei den Unternehmensgründungen im IKT-Sektor wesentlich stärker eine Kultur der zweiten Chance fördern. Hier ändern sich Märkte ausgesprochen schnell, Chancen und Risiken liegen eng beieinander. Die Gesellschaft muss verstehen, dass Unternehmertum gerade zu Beginn aus Ausprobieren, Versuchen, Wagen, Lernen und Testen besteht. Dies kann gelegentliches Scheitern beinhalten.

Wir wollen internationalen Fachkräften und insbesondere Gründerinnen und Gründern den Start in Deutschland so einfach und attraktiv wie möglich gestalten und daher gemeinsam mit Ländern und der Wirtschaft deutschlandweit „Welcome Centers“ unterstützen. Diese sollen als one-stop-service Fragen und Behördengänge unter einem Dach klären.

Gründungen und insbesondere Startups sind besonders liquiditäts- und insolvenzgefährdet. Für diese Entrepreneurs bestehen keine insolvenzrechtlichen Erleichterungen und Ausnahmevorschriften. Wir wollen ein Insolvenzrecht, das die schnelle Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit von redlichen Gründern zum Ziel hat.

Herausforderungen des digitalen Wandels gemeinsam meistern

Die SPD Baden-Württemberg nimmt die Herausforderungen des digitalen Wandels mutig an und steht fest an der Seite der Betriebe und Beschäftigten im Land. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeitswelt 4.0, die wir als Partei der Arbeit und des Fortschritts in den nächsten Jahren gemeinsam gestalten werden.

 
 

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Termine

Alle Termine öffnen.

24.10.2018, 19:30 Uhr "Mehr Schein als Sein" - Halbzeitbilanz von Grün-Schwarz in Baden-Württemberg

26.10.2018, 19:00 Uhr Konferenz der OV-Vorsitzenden im Kreisverband Ortenau

27.10.2018, 10:00 Uhr Regionalkonferenz Nordbaden
Hier   findet ihr die Termine nochmals als Flugblatt zum Ausdrucken. Im Falle eurer Teilnahme bit …

27.10.2018, 15:00 Uhr Regionalkonferenz Nordwürttemberg
Hier   findet ihr die Termine nochmals als Flugblatt zum Ausdrucken. Im Falle eurer Teilnahme bit …

31.10.2018, 19:00 Uhr Chorprobe der "Roten Socken" Ortenau
Neueinsteiger (auch Nicht-Mitglieder) sind herzlich willkommen!

03.11.2018, 16:00 Uhr Vorstandsitzung der SPD Rheinau

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Eintreten 

SPD Baden-Württemberg

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier erklärt zur geplanten Spitzenkandidatur von Katarina Barley für die Europawahl: "Was für eine großartige Nachricht: Eine Europäerin für Europa! Ich kann mir für die deutsche Spitzenkandidatur der SPD keine bessere Persönlichkeit vorstellen."

"Die Genossinnen und Genossen in Bayern haben einen guten und soliden Wahlkampf geführt. Für sie und ihre Spitzenkandidatin Natascha Kohnen gab es keinen Rückenwind aus Berlin. Das Ergebnis der SPD ist bitter für uns alle.

Der politische Wecker der Republik hat heute in Bayern sehr laut geklingelt. Ich habe ihn gehört. Es wird nicht reichen, unsere Politik besser zu erklären. Wir werden eine Politik machen müssen, die sich auch selbst erklärt.

Der SPD-Landesvorstand hat am Donnerstagabend die Durchführung einer Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg beschlossen. Bereits zuvor hatten sich beide Bewerber um den Landesvorsitz, Leni Breymaier und Lars Castellucci, für eine solche Befragung der Parteibasis ausgesprochen. Die Mitgliederbefragung wird aus organisatorischen und zeitlichen Gründen ausschließlich per Briefwahl stattfinden. Der Zeitraum der Befragung ist vom 1. bis 19. November. Die Unterlagen gehen den Mitgliedern postalisch zu. Geplant ist, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber zwischen dem 27. Oktober und dem 11. November in vier Regionalkonferenzen im Land vorstellen. Die genauen Termine werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat die von der AfD gestartete Meldeplattform für Beschwerden über Lehrkräfte als "niederträchtig und brandgefährlich" bezeichnet. "Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, was die AfD antreibt, dann ist es diese widerwärtige Aktion", so Breymaier.

Leni Breymaier und Lars Castellucci kandidieren für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg. Die SPD-Landesvorsitzende und der stellvertretende Landesvorsitzende haben auf einer Konferenz der Kreisvorsitzenden am Wochenende in Stuttgart ihre Kandidatur erklärt.

Der Landesvorstand hat die Landesgeschäftsstelle im Nachgang beauftragt, bis kommende Woche ein Konzept für einen Mitgliederentscheid zu erarbeiten, über das der Landesvorstand dann entscheidet. Der Wahlparteitag ist am 24. November in Sindelfingen.

Die SPD in Baden-Württemberg hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Menschenrechtsaktivisten Nadia Murad und Denis Mukwege als "großartige Entscheidung" gewürdigt.

"Wir alle schulden gerade Nadia Murad tiefen Dank für ihre fast übermenschliche Art, mit ihrer Vergangenheit umzugehen", erklärte die SPD-Landesvorsitzender Leni Breymaier. "Sie lässt nicht nach in ihrem Kampf, damit Terroristen, Menschenhändler und Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden. Sie hat sich erfolgreich für ein besseres Leben tausender Opfer sexueller Gewalt eingesetzt. Dafür hat sie meine ganze Bewunderung. Die neue Friedensnobelpreisträgerin ist Vorbild.

Die Kandidierenden für die Europawahl 2019 wurden von der Landesvertreter*innenversammlung in Tuttlingen gewählt:

Evelyne Gebhardt, Peter Simon, Luisa Boos, Dominique Odar, Paul Renner, Matthias Lamprecht, Jérôme Brunelle und Dieter Heidtmann.

Alle Ergebnisse gib es hier. Ebenso wurde der Leitantrag "Für ein Europa der Menschen" verabschiedet.

Leni Breymaier: "Wohnen ist ein Menschenrecht"

Die SPD Baden-Württemberg hat vom heutigen Wohngipfel im Berliner Kanzleramt eine Offensive für den Mieterschutz eingefordert. "Wohnen ist kein Spekulationsobjekt. Wohnen ist ein Menschenrecht. Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit. Entscheidend ist, wie diese soziale Frage beantwortet wird", betonte die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier am Freitag in Stuttgart. "Für uns Sozialdemokraten ist klar: Neben dem Bau neuer Wohnungen sind Verbesserungen im Mietrecht unerlässlich."

"Das ist die Fortsetzung verantwortungsloser Politik von Seehofer. Verantwortung heißt für Sozialdemokraten, diese eigentlich unfassbare Personalentscheidung nun ertragen zu müssen, um weiter das zu machen, wofür wir angetreten sind: Politik für die Menschen in diesem Land. Ich will Parität in der Krankenversicherung, die Sicherung und Verbesserung des Rentenniveaus, gute Kitas und mehr. Das ist in der Koalition mit der CDU/CSU zu erreichen. Dafür muss ich die Union nicht lieben und nicht jede ihrer Entscheidungen rechtfertigen.

"Grün-Schwarz steht für Kraftlosigkeit, Ideenlosigkeit, Ambitionslosigkeit. In dieser Koalition herrscht Stillstand - mit immer viel Aufhebens um Klein-Klein, wie zum Beispiel beim Thema Wohnen. Richtig traurig wird es, wenn man sieht, wie Verabredetes im Koalitionsvertrag ohne Tränen beerdigt wird, wie die längst überfällige Reform des Landtagswahlrechts.