Jahreshauptversammlung am 6. April 2000

Auch die Rheinauer SPD ist auf dem Sprung ins Internet

Treue Mitglieder geehrt / Günter Gorecky fordert in Finanzaffäre um Kreditvermittler Koch Konsequenzen

Kompetente Gäste konnte Vorsitzender Günther Reichlin bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rheinau in Freistett begrüßen. Vom Landesvorstand der Partei war Elvira Drobinski-Weiß gekommen und aus Rust hatte Bürgermeister Günter Gorecky, gleichzeitig Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, den Weg nach Rheinau gefunden. Ein positives Fazit zog Günther Reichlin, als er auf das ereignisreiche Jahr 1999 zurückblickte. Das Jahr begann aus der Sicht der Rheinauer SPD sehr erfreulich, konnte doch Meinhard Oberle "einen überzeugenden Wahlsieg" bei der Bürgermeisterwahl in Rheinau erringen. Bei den Kommunalwahlen im Herbst setzte sich die positive Entwicklung fort. So konnte die Fraktion aus SPD und Freien Wählern ihre Mehrheit im Stadtparlament behaupten, stellte Reichlin fest. Berücksichtige man dabei, dass mit den "Unabhängigen" noch eine Liste hinzu kam, sei das Ergebnis weit höher zu bewerten.

Dazu kamen noch die beiden errungenen Kreistagsmandate durch Meinhard Oberle und Hugo Lutz. Als erfreulich wertete Reichlin des Weiteren die Resonanz auf die verschiedenen Aktionen während des Wochenmarktes im Vorfeld der Kommunalwahlen. Bewährt habe sich auch der neu gegründete Kommunalpolitische Arbeitskreis unter der Leitung von Horst Siehl. Hier werden aktuelle Themen wie Jugendtreff, Schülerbeförderung, Betreutes Wohnen, Verkehrspolitik usw. erörtert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Zum Schluss seines Berichtes kündigte Günter Reichlin eine verstärkte Mitgliederwerbung an, bemerkte aber gleichzeitig, dass auch Personen willkommen seien, die nicht unbedingt Mitglied werden, aber engagiert mitarbeiten wollen. Zukünftige Zielsetzung der Rheinauer SPD sei eine Politik, die durchschaubar, sozial verträglich und für alle Bürger nachvollziehbar sei.

Schriftführerin Uta Heidt berichtete von sieben Sitzungen des Vorstandes, der Gründung des Kommunalpolitischen Arbeitskreises und geselligen Veranstaltungen, hier insbesondere der "Sommerhock" in der "Kuttlach" bei Familie Lasch. Die Präsentation des Ortsvereins im Internet soll demnächst in die Tat umgesetzt werden.

Ralf Hummel trug den Kassenbericht vor und konnte das "anstrengende und arbeitsreiche Jahr" mit einem positiven Kassenstand abschließen. Auf Vorschlag von Elvira Drobinski-Weiß wurde dem Kassierer einstimmig Entlastung erteilt.

Nach der Wahl der Delegierten für die Nominierung der Landtagskandidaten standen Ehrungen verdienter Mitglieder an. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Klaus Bertsch, Erich Morgenthaler jr., Uta Heidt, Richard Hoffmann und Helmut Lind, für 30-jährige Mitgliedschaft Hans Zittel.

Im Anschluss an die Ehrungen hatte Günter Gorecky das Wort. Einleitend stellt er fest, dass die Kreispolitik kaum eine Rolle in den Köpfen der Bürger spiele, obwohl sie fast immer Folgen für die Bürger habe. Mit Nachdruck wehrte sich Gorecky gegen die Vorwürfe, der Ausbau der Autobahn würde von der Bundesregierung blockiert und stellte fest: "Die Löcher in der Autobahn sind nicht erst nach dem Regierungswechsel entstanden". Er wies darauf hin, dass die Gelder in Stuttgart verteilt werden und insbesondere der mittlere Neckarraum sehr großzügig bedacht werde. In Sachen A5-Ausbau werde der Bürger wider besseres Wissen "schlichtweg belogen".

Kritisch fiel seine Bestandsaufnahme zur Finanzaffäre um den Kreditvermittler Koch aus. Hier ist seitens der zuständigen Stellen der Kreisverwaltung leichtfertig mit Steuergeldern jongliert worden. Mehr als 18 Millionen Mark an Außenständen verzeichne nunmehr die Kreiskämmerei. Ob jemals die ganze Summe zurückfließt sei ungewiss, falls nicht, bezahle auf jeden Fall der Bürger die Zeche. In diesem Zusammenhang forderte er unmissverständlich einschneidende personelle Konsequenzen bis hin zu den höchsten verantwortlichen Stellen. Derartige "ungeheuerliche Vorgänge" bedeuten einen Vertrauensverlust zwischen Bürger und Verwaltung. Hinsichtlich der bevorstehenden Landratswahl teilte Gorecky mit, dass die SPD-Fraktion wohl keine eigene Kandidaten ins Rennen schicke, gleichwohl unterstütze man einen Kandidaten, der für eine Politik zum Wohle des gesamten Kreises einstehe und nicht einseitig handele.

Elvira Drobinski-Weiß, Mitglied im Landesvorstand, gab einen Ausblick auf die zukünftigen Schwerpunkte der Landes- und Bundespolitik. Das Land sei reif für einen Regierungswechsel, die Gestaltung einer menschenwürdigen, zukunftsorientierten und sozial gerechten Politik müsse forciert werden. Wichtig sei Aufklärungsarbeit an der Basis vor Ort, eine Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sei unumgänglich.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete ein Vortrag von Helmut Lind, der an verschiedenen Vorschlägen verdeutlichte, wie die geplanten Internetseiten des Ortsvereins aussehen werden. Hier soll den Bürgern Gelegenheit gegeben werden, sich über aktuelle Themen zu informieren und sich gleichzeitig ein Bild von der Arbeit des Ortsvereins zu machen.

Josef Budai im "Acher- und Bühler Boten" am 11. April 2000

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SPD Baden-Württemberg

Das Wichtige Jetzt - Eine transparente Impfstrategie mit klarem Phasenplan

Andreas Stoch: "Es darf keine Unklarheit darüber herrschen, wer wann geimpft wird. Hierfür muss ein transparenter Phasenplan entwickelt werden"

SPD- Spitzenkandidat und Landes- und Fraktionsvorsitzender Andreas Stoch fordert im Hinblick auf das Zusammentreffen von Bund und Ländern die schnelle Ausarbeitung einer transparenten Impfstrategie und einen Phasenplan mit klarer Priorisierung. "Es darf keine Unklarheit darüber herrschen, wer wann geimpft wird. In Altersheimen zum Beispiel gibt es wieder mehr Ausbrüche, da sollte es eine Priorität sein, dass Bewohner und Personal unbedingt schnell geschützt werden. Hierfür muss ein transparenter Phasenplan entwickelt werden", so Stoch.

Beim ersten hybriden Parteitag in Baden Württemberg hat die Südwest-SPD ihren Landesvorsitzenden Andreas Stoch mit einem Wahlergebnis von 94,75 % bestätigt und ihn zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2021 ernannt. "Ich danke meinen Genossinnen und Genossen für dieses Vertrauen und freue mich sehr über dieses gute Ergebnis, denn es zeigt, wie geeint die SPD in Baden-Württemberg in diesen Wahlkampf geht. Ich bin bereit anzupacken und zu zeigen, warum die SPD dringend in der baden-württembergischen Landesregierung gebraucht wird", so Stoch am Samstagabend.

30.10.2020 17:51
BaWü-Check.
SPD-Generalsekretär Sascha Binder zu den Ergebnissen des BaWü-Checks

SPD-Generalsekretär Sascha Binder äußert sich zu den Ergebnissen des BaWüChecks: "Zwei Drittel der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger sind mit der Schulpolitik im Land nicht zufrieden. Das ist ein verheerendes Zeugnis für die Kultusministerin!

Die Bildungspolitik von Frau Eisenmann war schon vor Corona eine Katastrophe. Doch in der Krise zeigt sich besonders, wer einem Amt gewachsen ist - oder eben nicht. Frau Eisenmann hat einmal gesagt "Wer Kultusministerin kann, kann auch Ministerpräsidentin". Die Bürgerinnen und Bürger haben dazu ein klares Votum abgegeben: Eisenmann kann keins von beiden.

Frau Eisenmann kümmert sich mehr um den Wahlkampf als um die Schulen und Kitas im Land. Für die CDU und ihre Spitzenkandidatin ist die Bildung im Land zur Nebensache geworden. Mit Andreas Stoch sorgen wir dafür, dass Bildung wieder eine zentrale Rolle spielt", so Binder.

29.10.2020 11:46
Digitaler Landesparteitag.
Der SPD-Landesverband wird den ersten digitalen Landesparteitag in Baden-Württemberg ausrichten. Das hat der Landesvorstand gestern einstimmig beschlossen. "Wir wollen die Demokratie ins digitale Zeitalter bringen", so der SPD-Generalsekretär Sascha Binder. "die SPD ist schon seit langem eine innovative politische Kraft in diesem Land, und wir freuen uns auf die Möglichkeit, dies erneut unter Beweis zu stellen." Der digitale Parteitag wird am 14. November stattfinden. Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch, Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz und die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken werden sich mit einer Rede an die Delegierten und Gäste wenden.

26.10.2020 09:54
Tod von Thomas Oppermann.
Andreas Stoch zum Tod von Thomas Oppermann

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch äußert sich zum plötzlichen Tod von Thomas Oppermann: "Das sind sehr, sehr traurige Nachrichten, ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Thomas war ein überzeugter und überzeugender Sozialdemokrat, der sich um die SPD und unser Land sehr verdient gemacht hat und dessen Feinsinn und Humor ich wirklich geschätzt habe. Seine leidenschaftliche Art wird mir in Erinnerung bleiben. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Lebensgefährtin und seinen Kindern."

Andreas Stoch zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bezieht der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch klare Stellung: "Jetzt geht es darum, genau den Menschen den Rücken zu stärken, die in Corona-Krise an vorderster Front stehen. Der unermüdliche Einsatz der vielen Beschäftigten, zum Beispiel im Pflege- oder Erziehungsbereich, muss endlich belohnt werden. Deshalb müssen den wohlfeilen Worten und dem Applaus nun auch Taten folgen! Wir können nicht immer nur von der Systemrelevanz dieser Berufsgruppen reden, sondern müssen auch dafür sorgen, dass die Beschäftigten in diesen Bereichen ihren gerechten Lohn bekommen", so Stoch.

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch erklärt zum BW-Trend des SWR:

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass es zwar Zufriedenheit mit dem Ministerpräsidenten gibt - allerdings wird auch deutlich, wo die Regierung ihre Hausaufgaben nicht macht", so der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch. "Wir müssen jetzt noch deutlicher zeigen, dass nur die SPD in einer zukünftigen Regierung die nötige Tatkraft mitbringt, wenn es um die wirklich wichtigen Themen geht."

Baden-Württemberg braucht eine aktive und handlungsfähige Regierung. Eine Regierung, die nicht nur abwartet und abwiegelt, sondern die anpackt, fördert, und für mehr Zusammenhalt im Land einsteht. Die aktuelle Koalition aus Grünen und CDU leistet das nicht. "Grün-schwarz blockiert und bremst sich aus, wo Energie und mutige neue Konzepte gefragt sind," so Stoch. "Wir müssen uns um die dringlichen Aufgaben wie Bildung und Erhalt von Arbeitsplätzen kümmern. Damit es jetzt voran geht - nicht irgendwann."

Die neuen Umfragewerte machen auch deutlich, dass die Menschen in Baden-Württemberg Ministerin Eisenmann nach ihrem katastrophalen Bildungsmanagement in der Corona-Krise die rote Karte zeigen. "Frau Eisenmann ließ Kitas und Schulen, vor allem aber auch Eltern und Schüler allein und hat über ihre Köpfe hinweg gehandelt. Wir brauchen jetzt mehr Personal, Investitionen in Digitalisierungskonzepte, Fortbildung und vor allem einen respektvollen Umgang", so Andreas Stoch.

Müssen Schule und Unterricht wegen Corona wirklich zurückstecken? Zum Auftakt seiner Veranstaltungsreihe "Krisenfestes Klassenzimmer" hat der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch am Freitag, 25. September 2020, in Stuttgart mit zwei Schülern, Lehrkräften und Eltern darüber diskutiert, wie bessere Lösungen aussehen, und welche Lehren über die Krise hinaus mitgenommen werden können.

Nicht nur der chaotische Schulstart unter Kultusministerin Eisenmann und die erneuten Schulschließungen zeigen, dass die Auswirkungen der Pandemie unsere Schulen noch lange begleiten werden. Schüler und Lehrer berichteten von ungleicher digitaler Infrastruktur, Lehrermangel und Lernrückständen, die durch eine nur zweiwöchige Lernbrücke nicht aufzuholen waren. "Viele Kinder sind im Krisenmanagement der Landesregierung einfach nicht mitgedacht worden", so Andreas Stoch. "Wir müssen mit dem Geld, was bereit steht, jetzt so schnell wie möglich unsere Schulen und Lehrer fit machen, damit alle Schüler unterstützt werden können."

"Pädagogik kann nur krisenfest gemacht werden, wenn die richtige Infrastruktur zur Verfügung steht", stellte in der Diskussion auch Katrin Steinhülb-Joos fest, die Rektorin der Stuttgarter Altenburg-Gemeinschaftsschule. Nur ein spürbar höheres Budget für Förderunterricht, mehr pädagogische Assistenten, professionelle IT-Betreuung für Schulen, und ein Ausbau der digitalen Infrastruktur würden Lehrer entlasten und für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen.

Nach dem Start in Stuttgart sollen Veranstaltungen zum "Krisenfesten Klassenzimmer" in den kommenden Wochen im ganzen Land stattfinden. "Ich freue mich darauf, mit all denen ins Gespräch zu kommen, die unsere Schulen am Laufen halten", sagt Andreas Stoch: "Ich will ihnen zuhören, und gemeinsam neue Lösungen für eine krisenfeste Schule erarbeiten".

Beschluss des SPD-Landesvorstands zur Ganztags-Blockade durch die Landesregierung

Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung aus Grünen und CDU und insbesondere Kultusministerin Eisenmann auf, ihre ideologische Blockade des Ganztagspaktes zwischen Bund und Ländern zu beenden.

Die Bundesregierung und dort vor allem Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wollen die Länder mit insgesamt 750 Mio € beim Ausbau guter Ganztagsschulen und -betreuung unterstützen und einen Rechtsanspruch verankern. Allein für Baden-Württemberg bedeutet dies 96 Mio €. Dieser Pakt droht zu scheitern, weil Baden-Württemberg im Gegensatz zu allen anderen 15 Bundesländern nicht bereit ist, die Qualitätsanforderungen, auf die sich der Bund und die Länder geeinigt haben, zu erfüllen.

Es rächt sich jetzt, dass die CDU in ihrer Regierungszeit aus ideologischen Gründen über Jahrzehnte die Einführung einer pädagogisch hochwertigen Ganztagsschule verhindert hat und diese Verantwortung an die Kommunen abgeschoben hat.

Und es ist infam und populistisch, wenn Kultusministerin Eisenmann jetzt behauptet, der Bund würde nur "verbindliche Ganztagsschulen" fördern. Dies ist eine Lüge und soll einen Gegensatz zwischen kommunalen Angeboten und der Förderfähigkeit durch den Bund konstruieren, den es überhaupt nicht gibt. Auch kommunale Angebote sind förderfähig! In höchster Qualität! Denn guter Ganztag sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit und unterstützt gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Und weil jedes Kind Zugang zu qualitativ hochwertiger Ganztagsschule und -betreuung haben muss, brauchen wir jetzt, mit Hilfe des Bundes, den Rechtsanspruch auf Ganztag.