Festakt "85 Jahre SPD in Rheinau" am 28.11.2003

Ortsvereinsvorsitzender Horst Siehl konnte bei seiner Begrüßungsrede zahlreiche Gäste aus nah und fern begrüßen.

Mit einem Festakt im Foyer der Stadthalle feierte der SPD-Ortsverein Rheinau "85 Jahre SPD in Rheinau"

Die Anfänge der Freistetter Sozialdemokraten lagen im Jahr 1918 mit der Gründung eine SPD-Ortsvereines, durch David Hügel, der bereits zuvor schon einige Jahre dem Gemeinderat angehörte. Nach dem Krieg erfolgte die Neugründung unter dem Vorsitz von Heinrich Schmidt. Mit der Gemeindereform, im Jahr 1975, schlossen sich dann verschiedene Ortsvereine zum jetzigen Ortsverein Rheinau zusammen.

Vorsitzender Horst Siehl konnte bei seiner Begrüßungsrede zahlreiche Gäste sowie Vertreter der benachbarten Ortsvereine begrüßen. Dabei machte der Vorsitzende deutlich, dass man auch weiterhin im Sinne der Leitwörter Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die sich die Partei auf die Fahnen geschrieben hat, versucht werden sollte, die Lebensumstände der Bürger entsprechend positiv zu gestalten. So hat die SPD/FW-Fraktion maßgeblich dazu beigetragen, dass wichtige Projekte in Rheinau verwirklicht werden konnten, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass man mit Friedrich Stephan und Meinhard Oberle zwei Bürgermeister stellen konnte. Damit haben sich die Befürchtungen konservativer Kreise, aus den Anfangsjahren, als mit David Hügel erstmals ein Sozialdemokrat Mitglied im Freistetter Gemeinderat wurde, nicht bestätigt. Man setzte den Einzug eines Arbeiters in das Ratsgremium mit einem "Weltuntergang" gleich, zitierte Horst Siehl Erinnerungen von Zeitzeugen.

 

Ähnlich beurteilte Marianne Wonnay, Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der SPD, die bisherige Arbeit der Freistetter und Rheinauer SPD. Bei ihrer Festansprache ging die Politikerin auch auf die traditionsreiche Geschichte von 140 Jahren Sozialdemokratie in Deutschland ein, die man ebenfalls in diesem Jahr feiern kann. Angesprochen wurden auch aktuelle politische Themen wie
Staatsverschuldung, Reformkurs der Regierung oder die Bildungspolitik. Dabei machte die Landtagsabgeordnete deutlich, dass zukünftig weiterhin in die Zukunft investiert werden muß, allerdings müsse man sich jedoch die Frage stellen: "Was können wir uns noch leisten, von welchen liebgewordenen Gewohnheiten müssen wir Abschied nehmen, aber auch, was müssen wir auch weiterhin leisten". Abschließend beglückwünschte Marianne Wonnay den Ortsverein für seine erfolgreiche und engagierte Arbeit zum Wohl der Gemeinschaft und sprach die Hoffnung aus, dass man sich auch weiterhin im Sinne einer vernünftigen, zukunftsorientierten Politik, für die Bürger einsetzt.

 

Bürgermeister Meinhard Oberle bezeichnete das Wirken des Ortsvereins als belebendes und gestaltendes Element innerhalb der Stadt und der damit viel für die Entwicklung von Rheinau geleistet hat. Sein Dank galt der SPD/FW-Fraktion für die fruchtbare Zusammenarbeit im Gemeinderat, denn Bürgermeister sei kein "Parteijob" und es müßten möglichst viele Bürger angesprochen werden. Als Herausforderung für die Zukunft betrachtete Meinhard Oberle die Tatsache, dass es künftig wichtig sein wird, auch in
schwierigen Zeiten, politische Rahmenbedingungen zu schaffen und die Lebensbedingungen der Menschen möglichst zu verbessern.

 

Kreisverbandsvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Dabei betonte auch sie die engagierte Arbeit der Rheinauer Sozialdemokraten, die insbesondere bei den letzten Wahlen, regionale Spitzenwerte erreicht haben. "Darauf könnne Sie stolz sein" so Drobinski-Weiß. Dem Ortsverein gab die Vorsitzende mit auf den Weg, die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre weiterhin motiviert fortzuführen und die anstehenden Veränderungen in der Gesellschaft positiv mit anzugehen und zu gestalten. Eröffnet wurde der Festakt mit einer eindrucksvollen Ausstellung "140 Jahre Sozialdemokratie in Deutschland" zusammengestellt von Hermann Kiefer, Bernd Keck und Walter Frei. Dabei konnten man sich sowohl über die Geschichte der Bundespartei, als auch den Werdegang des Freistetter und Rheinauer Ortsvereins, auch anhand von etlichen historischen Dokumenten, umfassend informieren. Ein Kurzfilm, der die Feierlichkeiten einleitete, dokumentierte im Zeitraffer nochmals die wichtigsten Stationen der Sozialdemokratie der zurückliegenden 140 Jahre und damit gleichzeitig einen markanten Zeitabschnitt Deutscher Geschichte.

Nach dem Festakt durfte Vorsitzender Horst Siehl, zusammen mit Marianne Wonnay, Meinhard Oberle und Elvira Drobinski-Weiß, die große Geburtstagstorte anschneiden.

 

Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten der AGV Frohsinn Freistett (Leitung Isolde Armbruster) und das Duo Franziska Siehl (Klarinette) und Susanne Fink (Klavier) mit anspruchsvollen Musikbeiträgen.

 

 

Hermann Kiefer, Bernd Keck und Walter Frei hatten eine eindrucksvolle Ausstellung "140 Jahre Sozialdemokratie in Deutschland" zusammengestellt.

 

 

 

 

Bericht: Josef Budai, Fotos: HL

 

Termine

Alle Termine öffnen.

23.05.2018, 19:00 Uhr Chorprobe der "Roten Socken" Ortenau

06.06.2018, 19:00 Uhr Chorprobe der "Roten Socken" Ortenau

07.06.2018, 19:00 Uhr Veranstaltung der SPD Achern: "Handel im digitalen Leben"
Mit: Phillip Schäfer, Schuh Schäfer Achern www.zukunft-unserer-arbeit.de

10.06.2018, 12:00 Uhr Frühlingsfest der SPD Hohberg
Ab 14 Uhr: SPD-Chorgruppe "Die Roten Socken"

13.06.2018, 19:30 Uhr Öffentliche Sitzung des Gemeinderats

14.06.2018, 19:30 Uhr Vorstandsitzung SPD Rheinau

Alle Termine

Wir bei Facebook

JETZT MITGLIED WERDEN!

Eintreten 

SPD Baden-Württemberg

SPD-Generalsekretärin Luisa Boos erklärt zur Oberbürgermeisterwahl in Freiburg:

"Das ist eine Sensation, ein historischer Abend. Die gesamte SPD freut sich mit Martin Horn. Herzlichen Glückwunsch an Martin Horn, der einen fantastischen Wahlkampf gemacht hat. Ich bin mir sicher, er wird ein Oberbürgermeister, der die Menschen in Freiburg zusammenführt. Und ein riesengroßes Dankeschön auch an die Freiburger SPD für ihren grandiosen Einsatz. Dieser Wahlerfolg zeigt, dass Mut sich auszahlt - und dass junge Leute, die voll im Leben stehen, Wahlen gewinnen können.

Breymaier: "Jetzt, wo das Thema vollends zum Sprengstoff für Grün-Schwarz wird, braucht es ein Machtwort des Ministerpräsidenten"

Die Landesverbände der SPD Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen stehen im Abgasskandal fest an der Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher. Das gemeinsame Ziel lautet: Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge verhindern. Statt den betrogenen Menschen müssten die Autohersteller die Kosten für die Nachrüstung der Fahrzeuge übernehmen. Das erklärten Vertreterinnen und Vertreter aller fünf SPD-Landesverbände auf der zweiten gemeinsamen Konferenz zur "Zukunft der Mobilität" am Samstag in München.

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier wird ?am 1. Mai? beim DGB in Esslingen sprechen. Die Kundgebung am Dienstag beginnt ?um 11 Uhr? auf dem Esslinger Marktplatz. "Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität - unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund in diesem Jahr zum ?1. Mai auf. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns für Solidarität ein. Die modernen Hetzer von rechts dürfen keine Chance haben. Sie wollen Kolleginnen und Kollegen gegeneinander ausspielen. Diese Leute handeln gegen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften", erklärte die SPD-Chefin.?

Beim Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg in Bruchsal hat Leni Breymaier erneut vehement eine Reform des Landtagswahlrechts eingefordert. Dies sei eine Bedingung für eine mögliche Regierungsbeteiligung nach der nächsten Landtagswahl, betonte die SPD-Chefin. Die SPD werde nun mit gesellschaftlichen Gruppen versuchen, das Thema voranzutreiben. Einen entsprechenden Beschluss fasste das SPD-Präsidium auch direkt vor dem Parteitag.

Impressionen vom Parteitag

"Der Berg kreißte und gebar - nichts. Die Novellierung des Landtagswahlrechts: versenkt in der grün-schwarzen Harmoniesoße. Und das beim erbärmlichsten Frauenanteil in einem deutschen Länderparlament. 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts schafft die Landesregierung nicht einmal eine Minimallösung für mehr Geschlechtergerechtigkeit, Ausgewogenheit und Vielfalt im Landtag von Baden-Württemberg.

"Als allererstes freue ich mich einfach über die erste Frau an der Spitze der SPD. Ich hatte, gerade nach den beiden Reden, mit einem besseren Ergebnis für Andrea Nahles gerechnet. Hundert Prozent für Martin Schulz vor einem Jahr haben ihm und der Partei kein Glück gebracht. Ich glaube, dass 66 Prozent Andrea Nahles und der Partei Glück bringen.

Es kommt jetzt darauf an, die Partei zu einen und den Prozess der Erneuerung weiter mit Leben zu füllen. Es gibt eine Sehnsucht in der Partei, neben dem Abarbeiten des Koalitionsvertrags auch in langen Linien zu denken. Andrea Nahles ist nicht Mitglied der Bundesregierung, sie wird das schaffen. Nicht alleine. Sie braucht Unterstützung und Solidarität. Auf mich kann sie zählen."

Es kommt was in Bewegung. In der SPD hat die längst überfällige Debatte über die Zukunft des Sozialstaats begonnen. Eine Diskussion, die ebenso in vielen Teilen der Gesellschaft geführt wird. Dabei muss es um mehr gehen als das Drehen kleiner Schräubchen. Es geht um Zukunftsentwürfe, die über den Tag hinaus gedacht sind. Wie können wir soziale Absicherung auch in zwanzig, dreißig Jahren sichern? Wie muss ein funktionierender Sozialstaat in Zeiten der Digitalisierung aussehen? Aber auch: Was tun gegen die wachsende Kinderarmut in Deutschland?

SPD-Generalsekretärin Luisa Boos erklärt zu den aktuellen Zahlen des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart bezüglich Kinderarmut:

„Es ist keine neue Erkenntnis, dass selbst im reichen Baden-Württemberg jedes fünfte Kind arm oder armutsgefährdet ist. Gerade Sozialminister Lucha täte gut daran, mal in den von der SPD eingeführten Armuts- und Reichtumsbericht zu schauen. Die aktuellen Zahlen des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart sind aber ein Beleg dafür, dass die Politik aufhören muss, an kleinen Schräubchen zu drehen. Wir brauchen einen Neustart unserer sozialen Sicherungssysteme, der insbesondere Kinder vor Armut schützt. Ich werbe für eine Kindergrundsicherung.“

Auf einer Konferenz der SPD-Kreisvorsitzenden aus Baden-Württemberg in Stuttgart herrschte Einigkeit, die Erneuerung der SPD nach dem Mitgliedervotum im weiteren Jahresverlauf mit Leben zu füllen. "Wir bringen uns dazu konstruktiv auf Bundesebene ein, wir haben aber vor allem unseren eigenen Landesverband im Blick", erklärte die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier am Samstag. "Das Ziel ist, dass wir im Herbst die Beschlüsse fassen, die uns hier weiter nach vorne bringen." Am 24. November werde dazu der ordentliche Landesparteitag der SPD in Sindelfingen stattfinden.

Ein Kommentar von Daniel Born

"Ich will mehr unbezahlbaren Wohnraum!" oder "Wohnen muss unbezahlbar sein!" - manchmal genügt die schlichte Umkehrung eines Satzes um zu merken, dass kein*e vernünftige*r Politiker*in etwas anderes behaupten würde, als das, was man auch selbst fordert. Wenn ich auf Podien sitze - in der Regel mit Vertreter*innen von Grün und Schwarz, von Wohnbauunternehmen und aus der Kommunalpolitik, manchmal von Kirchen, Verbänden oder Gewerkschaften - niemand würde den Satz sagen: "Wohnen muss wieder ein Luxusgut sein!"