Besuch des Geschichts- und Naturlehrpfads in Memprechtshofen

Die Gruppe des SPD-Ortsvereins Rheinau mit Ortsvorsteher Andreas Pollok und Heinz Großholz bei der Info-Tafel an der Kirche (Foto: Josef Budai)

Wissenswertes über Memprechtshofen erfuhren 2001 die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Rheinau bei einer Teilbegehung des Geschichts-u. Naturlehrpfades.

Empfangen wurde die Gruppe von Ortsvorsteher Andreas Pollok, der die Gäste in Memprechtshofen begrüßte. Die Führung stand unter der fachkundigen Leitung von Heinz Großholz, der bereits am Treffpunkt bei der Kirche auf die historischen Besonderheiten an dieser Stelle aufmerksam machte. Erklärt wurden u.a. die beiden Kirchenfenster an der Nordseite der 1792 erbauten Kirche. Interessantes gab es auch über das Rathausgebäude, ehemals als Pfarrhaus und Schule genutzt, zu erfahren. Gleichzeitig konnten die Teilnehmer auch noch die Flugkünste der Memprechtshofener Störche aus nächster Nähe bewundern - Geschichte und Natur in einem Paket - wie Ortsvorsteher Pollok treffend feststellte.

 

Schmucke Fachwerkhäuser, Mühle und Fischtreppe

"Unsere Kirche wurde 1792 erbaut. Im selben Jahr sind darin schon Gottesdienste abgehalten worden. Durch die Entscheidung des Landgrafen Ludwig X. von Hessen-Darmstadt erfolgte dann Anfang 1793 die offizielle Trennung von der Mutterkirche Freistett. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir ein Filialort derselben.
Schon 1801 wurden Baumängel am Turm festgestellt. Deshalb hielt man Reparaturen für notwendig, die aber dann erst später zur Durchführung kamen. So stellte auch der bekannte Oberbaudirektor Friedrich Weinbrenner 1812 fest, dass der in leichter Konstruktion erbaute Turm sich in besonders schlechtem und gefährlichen Zustand befindet. Aus finanziellen Gründen zogen sich die Verhandlungen hin. Daraufhin baten die Ortsvorgesetzten von Memprechtshofen mit Schreiben vom 12. Juli 1814 um Abhilfe des "elenden Zustandes" des Turmes. 1816 ist dann der Turm in der heutigen Form errichtet worden. Daran erinnert auch die in den Stein über der Eingangstür eingemeißelte Jahreszahl 1816. Heute ist dieser Fachwerkturm mit ein Wahrzeichen von Memprechtshofen. Im Kircheninneren sind die beiden Glasfenster "Der gute Hirte" und "Jesus in Gethsemane" sowie das von Albert Zimmer geschnitzte Kruzifix und von Adolf Frei geschaffene Modell der Kirche zu sehen." (...)
Auszug aus der Broschüre "Geschichte und Natur in und um Memprechtshofen", Seite 3.

Auf dem weiteren Weg durch die Hornisgrindestrasse, vorbei an schmucken Fachwerkhäusern in typisch Hanauer Fachwerkbauweise mit Krüppelwalm, Schweizer Giebel und Andreaskreuz, erklärte der Experte Heinz Großholz die Bedeutung der verschiedenen Bauweisen dieser auffälligen Gebäude. An der Oberen Rench entlang erreichte man die Memprechtshofener Mühle und danach das Absturzbauwerk mit Fischtreppe, am Renchflutkanal. Mit Interesse vernahmen die Teilnehmer, dass die Memprechtshofener Gemarkung von acht Flussläufen tangiert wird, wobei der Verlauf des Flutkanals und des Schwiebergrabens besonders herausgestellt und erklärt wurden. Nach dem gut zweistündigen Rundgang erreichte Heinz Großholz mit seiner aufmerksamen und interessierten Gruppe wieder den Ausgangspunkt am Rathaus bei der großen Info-Tafel. Sichtlich beeindruckt von dem Rundgang mit vielen neuen Erkenntnissen zeigten sich die Teilnehmer beim anschließenden gemütlichen Beisammensein und Vorsitzender Horst Siehl fand lobende Worte für die hervorragende Führung durch Heinz Großholz. Ohne Umschweife war man sich einig, dass so bald als möglich die nächste Teilstrecke des Geschichts-u. Naturlehrpfades begangen werden soll.

Bericht: Josef Budai in der "Mittelbadischen Presse am 1. August 2001

Der Besuch des Geschichts- und Naturlehrpfads in Memprechtshofen ist sehr zu empfehlen! Der Arbeitskreis des Vereins für die Ortsgeschichte von Memprechtshofen e.V. hat hierzu eine Broschüre herausgegeben, welche für eine Schutzgebühr von 5,-- DM bei der Ortsverwaltung oder den örtlichen Lokalen erworben werden kann.

 

Weitere Fotos von der Exkursion

Auf dem Weg zur Memprechtshofener Mühle

 

Die Teilnehmer der Exkursion überqueren die Rench.

 

Kornfelder bei Memprechtshofen (Nähe Biotop)

 

Der Fischaufstieg bei der Mühle

 

Die Teilnehmer besichtigten schmucke Fachwerkhäuser in typisch Hanauer Fachwerkbauweise

 

Erfolgreiche Renaturierung der "Alten Rench"

 

Die Stationen des Geschichts- und Naturlehrpfads Memprechtshofen

 

Termine

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18.12.2019, 19:30 Uhr Gemeinderatssitzung

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SPD Baden-Württemberg

Andreas Stoch: "Ein Stück mehr Gerechtigkeit für Baden-Württemberg"

Als einen "sozialpolitischen Meilenstein, auch für Baden-Württemberg" hat unser Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch die in Berlin beschlossenen Einführung der Grundrente bezeichnet. "Die SPD hat ein weiteres Mal für die vielen Menschen, die keine laute Stimme haben, einen großen Erfolg erzielt. Der Respekt vor der Lebensleistung der Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, gebietet es, dass sie im Alter mehr Geld in der Tasche haben. Und zwar mehr als das Existenzminimum", so der SPD-Chef.

Auch für Baden-Württemberg bedeute das ein Stück mehr Gerechtigkeit. Denn wer viel geleistet habe, der profitiere davon auch im Ruhestand. "Bei uns profitieren davon mehr als 150 000 Menschen direkt. Das ist sozial und leistungsgerecht und ein gutes Zeichen für unser Land", so Stoch.

Über 600 Trauergäste haben am Reformationstag in Schwäbisch Hall Abschied von Erhard Eppler genommen. "Vordenker", "Visionär", "Wegweiser", "Brückenbauer", "intellektuelle Kraft" - bei allen Nachrufen in der Evangelischen Stadtpfarrkirche wurde deutlich: Er wird fehlen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigte den Verstorbenen "als großen Sozialdemokraten mit einem klaren Kompass", der seiner Zeit oft voraus gewesen sei. "Sein Klar- und Weitblick fehlen heute bitterlich, etwa wenn es um die Verbindung von ökologischer und sozialer Frage geht", so die kommissarische Parteivorsitzende inmitten vieler Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. "Er ist einer der Gründe, warum auch ich meinen Weg in die SPD gefunden habe."

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat die Ergebnisse der Landtagswahl in Thüringen als "höchst besorgniserregend" bezeichnet.

"Bei einem solchen Wahlergebnis droht die politische Balance in unserem Land verloren zu gehen, wenn die Parteien am politischen Rand mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielen", erklärte Stoch.

SPD-Landeschef Andreas Stoch hat das heutige Mitgliedervotum zur neuen Parteispitze als "ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Neuaufstellung" bezeichnet. "Positiv für mich ist, dass die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang über 50 Prozent liegt. Das ist vor allem deshalb wichtig, damit die neue Führung der SPD am Ende auch mit der notwendigen Autorität für den Aufbruch ausgestattet ist", so Stoch.

Für Erhard Eppler legt die SPD Baden-Württemberg diese Woche ein Kondolenzbuch aus. Trauernde können sich in der SPD-Landesgeschäftsstelle am Wilhelmsplatz 10
(2. Stock) in der Innenstadt von 8.00 bis 17.00 Uhr, am Freitag bis 13.00 Uhr darin eintragen.

Die SPD Baden-Württemberg trauert um Professor Dr. Erhard Eppler. Der ehemalige Landesvorsitzende, Fraktionsvorsitzende und Bundesminister der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ist heute im Alter von 92 Jahren in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall gestorben.

"Wir sind Erhard Eppler unendlich dankbar für das, was er uns alles gegeben hat. Er war eine herausragende Persönlichkeit der Sozialdemokratie, im Bund und in Baden-Württemberg, dessen Wertefundament und Prinzipientreue für uns wegweisend bleiben werden", erklärte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch.

Die SPD Baden-Württemberg hat auf ihrem Landesparteitag in Heidenheim weitreichende Beschlüsse gefasst. "Die SPD ist der politische Vorwärtsgang in diesem Land", erklärte der Landesvorsitzende Andreas Stoch. "Nur die SPD kann Ökonomie, Ökologie und Soziales auf einmal!"

Impressionen vom Parteitag

Mündliche Verhandlung beim Verfassungsgerichtshof erst Anfang 2020

Die Bündnispartner für gebührenfreie Kitas in Baden-Württemberg haben bei einem weiteren Treffen in dieser Woche bekräftigt, an ihrem erklärten Ziel der Gebührenfreiheit dranzubleiben. "Wir lassen uns nicht davon abbringen, Familien im Land entlasten zu wollen - weder rechtlich noch politisch", erklärten die Bündnispartner gemeinsam. "Wir stehen da zusammen." Im März hatte die grün-schwarze Landesregierung das von der SPD gestartete Volksbegehren für gebührenfreie Kitas als rechtlich unzulässig erklärt. Daraufhin waren die Sozialdemokraten vor den Verfassungsgerichtshof gezogen.