1978: Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Von links nach rechts: Erwin Lüghausen, Harald B. Schäfer, MdB, Heinrich Schmidt, Vorsitzender Bernd Keck, Kreisvorsitzender Fritz Kunle, Friedrich Schmidt und Bürgermeister Friedrich Stephan. (Fotos: Hermann Kiefer)

 

Genossen für langjährige Mitgliedschaft geehrt

(Bericht von Hermann Kiefer in der "Kehler Zeitung" vom 18.April 1978)

Die heutige Position der Bundesrepublik in der Welt kommt nicht von ungefähr. Vor 70 Jahren zeigte sich die politische Landschaft noch wesentlich schlechter. Viele beherzte Männer haben sich in dieser Zeit selbstlos und unter persönlichen Risiken  dafür eingesetzt, daß es in Staat und Gesellschaft menschlicher wurde. Friedrich Schmidt, Erwin Lüghausen und Heinrich Schmidt haben in ihrer langjährigen Zugehörigkeit zur SPD manche Höhen und Tiefen erlebt. In Anwesenheit von Bürgermeister Friedrich Stephan, Kreisvorsitzenden Fritz Kunle, mehreren Stadträten und zahlreicher Parteifreunde wurden sie vom stellvertretenden Landesvorsitzenden, MdB Harald B. Schäfer, sowie vom Rheinauer SPD- Ortsvereinsvorsitzenden  Bernd Keck für 70- und 50jährige Mitgliedschaft geehrt.

Erwin Lüghausen gehört der SPD seit 50 Jahren an. Ihm wurde das Parteibuch von seinem Vater, der am Aufbau der Partei in Kehl und Umgebung maßgeblich beteiligt war, mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Auch Heinrich Schmidt kam schon in früher Jugend zur Arbeiterbewegung und zur SPD. Er hat in Freistett und Umgebung viele Stunden in Wahlkämpfen bei der Verteilung von Werbematerial und in der Durchführung von Veranstaltungen gearbeitet. Mehrere Jahre war er als Kreisverordneter und Ortsvereinsvorsitzender tätig; noch heute bekleidet er das Amt des Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt.
Ob 1886 bei Friedrich Schmidt auch schon ein SPD-Parteibuch als Kopfkissen diente, war
nicht mehr festzustellen. Bekannt ist jedoch, daß er ein großes politisches Arbeitspensum hinter sich hat. 1918 wurde er erstmals in den damaligen Freistetter Bürgerausschuß gewählt, der aus 48 Mitgliedern bestand und die Funktionen des heutigen Gemeinderats hatte. Als Ausschußmitglied verfaßte Schmidt den Vers: "Der Ausschuß wählt, das ist bekannt, einen Mann, der glaubt er hat Verstand. Doch wer dabei der Dumme ist, das seh'n wir schon nach Jahresfrist". Von 1926 bis 1929 war er Mitglied es Gemeinderats.

Nach 1945 wurde Friedrich Schmidt für zwei Jahre von den Alliierten kommissarisch als Stellvertreter des Bürgermeisters eingesetzt. Es wurde für ihn die schwerste und undankbarste Zeit. Gegen seine innere Überzeugung und trotz persönlichen Widerstandes, mußte er zwangsweise für die französischen Besatzungstruppen im Ort Beschlagnahmungen vielfältigster Art vornehmen. 1962 beendigte er nach sechs Jahren seine Tätigket im Gemeinderat.
Sein Hauptinteresse galt seinem Beruf als Schiffer. Als Gründungsvorsitzender des Oberrheinischen Kanalschiffahrtsverbandes setzte er sich für die Regelung der Entschädigungsansprüche für die im Krieg beschlagnahmten Schiffe ein. Er verhandelte mit der Reichsregierung in Berlin und verhalf Freistett und Scherzheim dazu, daß sie für das im Elsaß verlorene Gelände entschädigt wurden.

Am heutigen Donnerstag feiert Friedrich Schmidt seinen 92. Geburtstag. Er ist der zweitälteste Bürger im Stadtteil Freistett und nimmt noch regen Anteil am örtlichen Geschehen. Politik hat ihn jung gehalten. Im vergangenen Jahr konnte man ihn noch mit dern Fahrrad durch die Gemarkung fahren sehen. Er ist Gründungsvorsitzender des Arbeitergesangvereins und Autor einer Dokumentation über Aufstieg und Niedergang der badischen Kanalschiffahrt.
Harald B. Schäfer nahm die Ehrung zum Anlaß, Erbe und Auftrag der SPD seit 1890 nach ihrer ersten Verbotszeit aufzuzeigen. Das Wahlrecht war bis 1908 noch auf Klassen und Vermögen ausgerichtet. Einen Acht-Stunden-Tag, Streikrecht und Koalitionsrecht für Gewerkschaften seien Utopie gewesen und selbst in der Frage des Kriegsbeginns habe sich die SPD in zwei Lager gespalten.

 

Foto: MdB Schäfer (links) und Friedrich Schmidt

Sozialdemokraten hätten sich 1917 zur Verfügung gestellt, die soziale Not in der Mehrzahl der Haushalte und den größten Schutt zu beseitigen. Die Weimarer Republik später habe im Grunde den Versailler Vertrag nicht überwinden können. Die Dernokratie habe an den Schaltstellen der Macht gefehlt.
Die SPD kommt 1928 wieder an die Regierung; zwei Jahre später endet jedoch die Regierungskoalition. Massenarbeitslosigkeit und Weltwirtschaftskrise bringen das Volk in Not. Im Dritten Reich werden SPD-Mitglieder wegen ihres Bekenntnises zu Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität an der Verwirklichung ihrer Ziele gehindert und verfolgt.
Nach dem Zusammenbruch, so Harald B. Schäfer, seien wieder SPD-Mitglieder Männer der ersten Stunde gewesen, die keine langen theoretischen Überlegungen anstellten, sondern schnellstens zugegriffen hätten. Personifiziertes Sinnbild der Sozialdemokratie, die zu ihren Ideen stand, sei Kurt Schumacher gewesen. Die Jahre 1946 bis 66 sehen die SPD in der Opposition. Sie stellte 1969 mit Gustav Heinemann gegen die Stimmen der Opposition den ersten Bundespräsidenten. Viele soziale Gesetze seien bisher in der Zeit ihrer Regierungsverantwortung verabschiedet worden, eine große Palette von Reformen, die in ihrer Vielfalt den Bürger gar nicht ausreichend zur Kenntnis gebracht werden konnten.
Das Meinungsbild der Bürger zur SPD hat sich im Laufe der Zeit geändert, meinte Schäfer. Es sei verpflichtend, in diesem Sinne und geänderten Bedingungen weiter zu arbeiten, um auch die gegenwärtigen Probleme zu überwinden. In der Erinnerung würden sich aus die schlimmsten Zeiten vergolden. Tradition zu bewahren, heiße nicht, die Asche aufzuheben sondern die Flamme am Leben zu erhalten.
Friedrich Schmidt und Erwin Lüghausen dankten für die Ehrungen, wobei Schmidt noch die Entwicklung der SPD in Freistett darstellte und bemerkte, daß sein persönliches Engagement der Allgemeinheit dienen und nicht zum Ziel haben sollte, einmal am Ende eines arbeitsreichen Lebens mit Ehrungen „angehimmelt" zu werden.
Friedrich Stephan dankte den Jubilaren für ihre Arbeit zum Wohl der Öffentlichkeit, die um so höher zu bewerten sei, wenn man wisse, wie schwer es sei, heute noch angesehene Bürger für eine Mitarbeit im Gemeinderat zu gewinnen.
 

 

TV-Spot zur Bundestagswahl

Termine

Alle Termine öffnen.

21.08.2017, 19:00 Uhr Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Martin Rosemann (MdB)
"Damit die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder groß sind!" Wir laden Sie herzlich ei …

22.08.2017, 09:30 Uhr - 10:30 Uhr Heiko Maas (MdB) zu Besuch in Offenburg
Zum Bürgergespräch mit MdB Heiko Maas im Stadtzentrum von Offenburg lade ich alle Bürgerinnen und B …

23.08.2017, 10:00 Uhr Sommerprogramm Elvira Drobinski-Weiß (MdB): "Quellen & Mineralwasser"
Anmeldungen unter Tel. 0781 - 91 97 762 oder kontakt@edw2017.de Facebook: www.facebook.com/drobinskiweiss …

31.08.2017, 10:00 Uhr Sommerprogramm Elvira Drobinski-Weiß (MdB): "Hennen, Eier & Nudeln"
Anmeldungen unter Tel. 0781 - 91 97 762 oder kontakt@edw2017.de Facebook: www.facebook.com/drobinskiweiss …

03.09.2017, 20:15 Uhr Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz

12.09.2017, 20:15 Uhr - 12.09.2017 TV-Termin von Martin Schulz: „Klartext, Herr Schulz!“

Alle Termine

Wir bei Facebook

Martin Schulz: Zeit für mehr Gerechtigkeit

JETZT MITGLIED WERDEN!

Eintreten 

SPD Baden-Württemberg

18.08.2017 08:27
TV-Spot zur Bundestagswahl.
Deutschland kann mehr. Lasst uns unser Land gerechter machen, mutig die Zukunft gestalten und für ein besseres Europa kämpfen!

Unsere Landesvorsitzende Leni Breymaier spricht im Interview mit der Stuttgarter Zeitung über die Zukunft der Autobranche. Wir veranstalten am 6.September in Stuttgart einen länderübergreifenden Mobilitätsgipfel, um das Thema breit anzugehen - mit den Landesparteien in Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen, die allesamt traditionsreiche Autostandorte haben.

Das Interview gibt es hier

Weitere Infos zur Veranstaltung "Zukunft der Mobilität"

"Es geht nicht um Diesel, Feinstaub oder das Elektroauto, sondern es geht um Menschen. Es geht um diejenigen, die in Stuttgart wohnen und Leben, diejenigen die jeden Tag nach Stuttgart pendeln und es geht um die, die in der Automobilindustrie ihr Geld verdienen. Und zwischen all diesen Bedürfnissen muss man einen Ausgleich finden.

Die Landesvorsitzende Leni Breymaier anlässliche des CSD in Stuttgart: "Dass wir dieses Jahr die Ehe für alle feiern, hätte ich vor acht Wochen noch nicht gedacht, darüber freue ich mich. Martin Schulz hat die Gelegenheit beherzt beim Schopf gepackt. Den CSD als politische Parade wird es noch lange geben, da Ressentiments weiterhin in der Gesellschaft bestehen. Dafür müssen wir auch in Zukunft Flagge zeigen!"

25.07.2017 10:35
Ein Tag mit Leni Breymaier.
"Vor über einem Jahr habe ich meine Kandidatur als SPD-Landesvorsitzende erklärt. Ich bin immer noch überwältigt von Ihrer/eurer großartigen Unterstützung online und offline. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. Ich darf Ihnen/euch heute meinen ersten eigenen Kurzfilm vorstellen. Viel Spaß dabei", Leni Breymaier.

Auf dem Kleinen Landesparteitag in Balingen gingen die Neumitglieder Laura und Massimo auf Facebook live. Sie interviewten die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier.

Martin Schulz besuchte am Dienstag gemeinsam mit Leni Breymaier und Andreas Stoch das Gardena-Werk in Niederstotzingen. Im Mittelpunkt stand das Modellprojekt "Verlängerte Werkbank". Gardena hat in Kooperation mit der AWO Heidenheim und dem Jobcenter Heidenheim Arbeitsplätze für mehrfach gehandicapte langzeitarbeitslose Menschen eingerichtet. Ein Projekt, das den Menschen wieder Sicherheit und Struktur gibt - gleichzeitig Teilhabeperspektiven erhöht. "Arbeit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes, würdiges Leben", so Martin Schulz: "Und deswegen ist der zweite Arbeitsmarkt, ist der soziale Arbeitsmarkt, wenn wir ihn bilden - und wir müssen das tun - ein Stück Verwirklichung dieses Anspruches auf Menschenwürde."

Wir gratulieren Julian Christ ganz herzlich zur Wahl als Bürgermeister von Gernsbach.

Der 30-jährige Julian Christ setzte sich bei der Wahl deutlich mit 83,6 Prozent der Stimmen gegen seine vier Mitbewerber*innen durch. Dank geht auch an den bisherigen Bürgermeister Dieter Knittel.

Breymaier: "Nur wenn es Europa gut geht, geht es auch Baden-Württemberg gut"

Die SPD hat sich für ein stärkeres Engagement Baden-Württembergs für ein vereintes Europa ausgesprochen. "Nur wenn es Europa gut geht, geht es auch Baden-Württemberg gut. Nur wenn Europa stark bleibt, bleibt auch Baden-Württemberg stark. Nur wenn wir ein soziales Europa bekommen, bleiben auch in Baden-Württemberg Wohlstand und Arbeitsplätze erhalten", betonte die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier am Freitag in Stuttgart.

"Das ist kein Programm, das ?Lust auf Zukunft? macht (Merkel), denn es bietet keinerlei Orientierung in diesen Zeiten riesiger Herausforderungen. Das ist keine ?Fundgruppe von Ideen? (Seehofer), sondern ein Sammelsurium ohne roten Faden. Und dass die CSU noch einen eigenen Bayernplan vorlegen will zeigt ja, dass es mit dem ?blinden Vertrauen? (Merkel und Seehofer) nicht weit her ist. Wir brauchen jetzt einen gesellschaftlichen Aufbruch für Gerechtigkeit, Investitionen und ein gemeinsames Europa anstatt diesen leeren Versprechungen."

SPENDEN FÜR DEN ORTSVEREIN

Online spenden für die SPD