Ortsverein

Rheinaus Schönheit am Fluss

Horst Siehl führt Wandergruppe auf Einladung des SPD-Ortsvereins zu interessanten Plätzen am Rhein

Der SPD-Ortsverein Rheinau wanderte am Samstag unter Leitung des Guides und Stadtrats Horst Siehl durch das Rhein-Areal Freistett. Mit der Bundestagsabgeordneten Elvira Drobinski-Weiß wurden lokalpolitisch interessante Bereiche aufgesucht.

Anlaufstationen der SPD-Wanderung am Samstag waren der Freistetter Badesee, die Fischtreppe, die Schiffswerft und der Yachthafen. Bürgermeisterstellvertreter Horts Siehl erläuterte in der rund zweieinhalbstündigen Führung unter anderem das Wasserflächenkonzept 2030 der Stadt, das mit der Bürgerschaft 2013 erarbeitet worden war. Organisator Siehl wie dabei daraufhin, dass die Stadt Rheinau am 4. September endlich zum Unterzentrum werde.

Erste Anlaufstation war der Petersee, der als einziger Hafen seit etwa 15 Jahren über eine direkte Rheinzufahrt für die Handelsschifffahrt verfügt und somit als unschätzbar wertvoller merkantiler Rheinhafen für Freistett diene, bei dem Kies, Getreide, Mais und Holz umgeschlagen werden, sagte Siehl. Kooperiert werde dabei mit dem Kehler Hafen aufgrund der ausgezeichneten geographischen Lage.

Beim Yachthafen informierte Siehl die zahlreichen Zuhörer und Vertreter der SPD-Ortsvereine aus Achern, Renchen, Neuried und Hohberg darüber, dass er hohen touristischen Freizeitcharakter vorsehe – zum Beispiel Wohnen auf dem Wasser. Überdachte Anlegerplätze und Garagen sollen angelegt werden. Der Yachthafen dient auch der DJK Sasbach/Freistett, dem Yachtclub Pforzheim, der Yachtschule Budde sowie dem Segelclub Rheinau.

Bei künftiger Brücke

Der Freistetter Badesee präsentierte sich mit seiner schönen Liegewiese, von Minigolfplatz und Tennisplätzen umgeben. Tourist-Guide Siehl führte seine wissbegierige Wanderergruppe mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Elvira Drobinski-Weiß danach zur Fischtreppe am Rheinübergang. Dort soll im EU-Förderprogramm Interreg V eine neun Meter hohe Fuß- und Radwegebrücke zunächst auf deutscher Seite bis Dezember fertigstellt werden. Aluminium und Eisenstelen dienten als Justierung für die Pfeiler, ergänzte Helmlingens Ortsvorsteher Manfred Kress.

Weiter ging es zum ehemaligen Zollgelände am Rheinübergang, dem eigentlichen Brückenkopf und Eingangsportal zur Stadt Rheinau. Laut  Siehl wäre es wichtig, dieses Areal noch attraktiver zu gestalten, etwa durch einen Aussichtsturm, der einen Blick auf die Rheingrenze biete.

Entlang des Rheindamms ging es schließlich zur Schiffswerft Karcher, die laut Siehl seit 1864 in der fünften Generation von der Familie Karcher betrieben wird, der sehr gut frequentierte Yachthafen gehöre dazu. Bis zu zwei Schiffe mit maximal 110 Metern Länge könnten auf die Werft gezogen werden.

Strammen Schrittes fand die Wanderung in der Sporthausgaststätte Diersheim beim ehemaligen Ortsvereinsvorsitzenden Ralf Hummel ihren Abschluss. 

Foto und Bericht in der Mittelbadischen Presse von Alexander Schütt

 

 

 

Ehrungen für langjährige SPD-Mitgliedschaft

In einer Veranstaltung zur Bundestagswahl 2017 ehrte die SPD Rheinau  am Freitag im Gasthaus “Waldhorn” vier langjährige und engagierte Mitglieder. Auf eine dreißigjährige Mitgliedschaft können Roland Paasch und Frank-Ulrich Lacker zurückblicken. Eingetreten ist Roland Paasch 1987 in Ofterdingen. Nach dem Umzug der Familie nach Mössingen engagierte er sich dort als stellvertretender Vorsitzender. 1993/1994 gehörte zum Wahlkampfteam des Kreisverbands Tübingen der ehemaligen Bundesministerin Dr. Herta Däubler-Gmelin. Weitere 18 Jahre brachte er politisches Interesse in die Arbeit beim Ortsverein Herzogenaurach mit ein. Seit 2014 wohnt er mit Ehefrau in Rheinau und hat hier die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen.

Frank-Ulrich Lacker ist seit ebenfalls 30 Jahren SPD-Mitglied und unterstützt sie seit 2004 als Kassenprüfer. Politisch auf vielfältig Weise wirkt seit 20 Jahren als Mitglied bei der SPD Rheinau Horst Siehl .

Dem Vorstand gehört er seit 1998 an, sechs Jahre versah er die Funktion als Vorsitzender (2001-2007) und anschließend bis heute ist er als Kassierer für ihre Finanzen zuständig. Seit 2009 gehört er dem Gemeinderat für die Fraktion “SPD und Freie Wähler” an und ist als Bürgermeister-Stellvertreter ein wichtiger Repräsentant der Stadt Rheinau. Vor zehn Jahren hat Alexander Schütt sein politisches Interesse für die SPD mit seiner Mitgliedschaft zum Ausdruck gebracht. Zwei Jahre leitete er als Vorsitzender (2012-2014) ihre Geschicke. MdB Elvira Drobinski-Weiß und der Rheinauer SPD-Vorsitzende Helmut würdigten die Verdienste der vier Mitglieder mit Urkunde und Ehrennadeln.

Zur Bundestagswahl 2017 stellte die Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski den Zukunftsplan der SPD “Zeit für mehr Gerechtigkeit” vor. 88 Seiten umfasse das Wahlprogramm, das es für alle Menschen auch in einer einfachen Sprache gibt.. “Wir leben in bewegten Zeiten, die von großen Herausforderungen geprägt sind wie Globalisierung und Klimawandel bis hin zu Finanzkrisen und Flüchtlingsbewegungen”, stellte der Rheinauer SPD-Vorsitzende Helmut Lind fest. Die Menschen hätten mehr verdient als Durchwurschteln und Aussitzen.”Wer nur die Gegenwart verwaltet, verspielt die Zukunft”, appellierte Helmut Lind an eine große Wahlbeteiligung und eine zahlreiche Unterstützung für die SPD.
 

Bild: Ehrungen bei der SPD Rheinau, im Bild von links Horst Siehl, Vorsitzender Helmut Lind, Roland Paasch, Frank-Ulrich Lacker, MdB Elvira Drobinski-Weiß und Alexander Schütt.
 
Bericht und Foto: Hermann Kiefer
 

SPD Rheinau in der “Welt des Sports”

Erlebnisreiche Tagesfahrt nach Herzogenaurach

Rheinau (er) – Ins schöne Frankenland hatte die Rheinauer SPD am vergangenen Samstag mit einer erlebnisreichen Tagesfahrt eingeladen. “Herzogenaurach werden viele gute Eigenschaften zugeschrieben” – nahm ihr erster Bürgermeister Dr. Germann Hacker die Besucher aus Rheinau bei der Vorstellung der Stadt, 25 km von Nürnberg entfernt, in der örtlichen Fachklinik mit auf einen virtuellen Spaziergang. International bekannt als Hauptsitz der Schaeffler-Gruppe, Sportartikelhersteller adidas sowie PUMA stehe die weltoffene Stadt wie kaum eine zweite für “Sport und Technologie”.

In Bildern machte er deutlich, was auch das Arbeiten und Wohnen hier auszeichnet und warum ihre Lebensqualität  erfreulich hoch ist. Die Stadt zähle mit ihren 18 Ortsteilen derzeit 24 500 Einwohner, unter ihnen 3 200 ausländische Mitbürger aus 100 Nationen und erwarteten Gewerbesteuereinahmen von 31 Millionen in diesem Jahr. Vier Partnerschaften pflege sie seit vielen Jahren mit Städten aus Österreich, Kroatien, Frankreich und Burkina Faso (Afrika)). Im Jahre 1939 zählte die Stadt 5000 Menschen, heute leben im Kernort 17 000 Personen. “Herzogenaurach – vielfältig, erfolgreich, beweglich und lebenswert” – der Bürgermeister richtete auch einen Blick in seine Zukunft mit  konkreten Planungen für weitere 1 800 Einwohner. Für die Stadt Rheinau übermittelte Bürgermeister Horst Siehl Grußworte und überreicht einen Wappenteller. Großes Interesse fand zum Auftakt des Besuchs eine Vorstellung des Sportartikelherstellers adidas durch Dr. Sven Pastorski, zuständig für dessen Öffentlichkeitsarbeit. Angefangen habe die Firmengeschichte mit der Familie Dassler im Jahre 1920, als die Brüder Adolf und Rudolf in der alten Küche ihrer Mutter mit der Herstellung von Schuhen begannen,  Allerdings habe es aber zwischen den beiden Brüdern immer wieder Differenzen gegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien sie getrennte Wege gegangen. Adolf Dassler gründete 1949  eine neue Firma adidas, Bruder Rudolf die Firma PUMA. Weltberühmt wurde adidas durch ihre Stollenschrauben bei den Fußballschuhen, mit denen die deutsche Fußballnationalmannschaft 1954 in der Schweiz Weltmeister wurde. Heute zähle die Firma 55 555 Mitarbeiter in 61 Ländern. Mit 4 300 Beschäftigten in Herzogenaurach konzentriere sie sich auf Forschung und Entwicklung. 95 Prozent umfasse ihr  Exportanteil. Jährlich produziere sie 258 Millionen Sportschuhe und 309 Millionen Textilien. Am Nachmittag gab es Gelegenheit, das umfassende Warenangebot beider Firmen durch dichte Käuferreihen hindurch in Augenschein zu nehmen.

Möglich gemacht und organisiert hatte diesen erlebnisreichen Tag Roland Paasch, der hier über 18 Jahre lang als kaufmännischer Leiter der Fachklinik für Rehabilitation tätig war und seit ihrem Bau im Jahre 1994 bis zum Ruhestand vor zwei Jahren maßgeblich ihrer Entwicklung mit heute 450 Betten geprägt hat. Auch Regenwetter konnte die Rheinauer nicht davon abhalten, mit Roland Paasch und seiner Frau Gisela einen Spaziergang durch den historischen Stadtkern mit seinen Sehenswürdigkeiten zu unternehmen: Schloss, Marktplatz mit altem Rathaus, Steinkreuze, Ackerbürgerhäuserbis zum ältesten Fachwerkhaus der Stadt (1447) und der Stadtpfarrkirche mit ihren wertvollen Deckenmalereien. In Höchstadt gab es zum Abschluss noch eine zusätzliche Überraschung bei der Einkehr im “Aichblick”, einen Fränkischen Abend mit Musik, gemeinsamen Volksliedern und heiteren Gedichten.

Bild: Die SPD Rheinau besuchte Herzogenaurach, im Bild SPD-Vorsitzender Helmut Lind (3.v.l.) Roland Paasch, Dr. Sven Pastorski, Bürgermeister Dr. German Hacker und  Bürgermeister-Stellvertreter Horst Siehl, (3.v.r.)
 
Bericht und Foto: Hermann Kiefer
 

Rheinauer SPD ehrt Willi Blum für 60 Jahre Mitgliedschaft

Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurde der langjährige Stadtrat Willi Blum geehrt, im Bild von links der neue stellvertretende Ortsvereins-Vorsitzende Roland Paasch, die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß und Vorsitzender Helmut Lind.

 

 

 

Die SPD Rheinau hat bei der Landtagswahl mit 16 Prozent ein katastrophales Ergebnis eingefahren«, zeigte sich ihr Vorsitzender Helmut Lind am Samstag in der Hauptversammlung im »Waldhorn« enttäuscht. Daran ändere auch nicht die Tatsache, dass das Rheinauer Ergebnis noch über dem Landesdurchschnitt und dem im Ortenaukreis lag. »Wir können und werden uns damit nicht zufrieden geben.«  Die SPD habe in Rheinau, im Ortenaukreis und im Land gute Arbeit geleistet und sei mit einem schlechten Ergebnis abgestraft worden. In Helmlingen habe die SPD über 27 Prozent erreicht, in Holzhausen dafür die AfD über 24 Prozent. In der nächsten Wahl gelte es, die Wechselwähler zurückzugewinnen. 

Landtagswahl im Fokus

Das Hauptaugenmerk des Ortsvereins lag 2015 auf der Landtagswahl. Acht Vorstandssitzungen und mehrere Infostände hatte es gegeben. Vertreten war der Ortsverein bei der Kreisdelegiertenkonferenz, der Wahlkreiskonferenz und dem Landesparteitag. Mit Hans Durban, Karl Fauti und Klaus Sterner sind drei langjährige Mitglieder verstorben. Zwei neue Mitglieder sind dazugekommen. Zum 100. Geburtstag von Friedrich Stephan gab es in der Stadthalle eine Gedenkveranstaltung. Seinem außergewöhnlichen politischen Wirken sollte eine Publikation gewidmet werden, regte Helmut Lind an. Zu einem unterhaltsamen Nachmittag wurde mit einem »Café und mehr« eingeladen, das fortgesetzt werden soll. Die Vereins-Homepage besteht seit 15 Jahren, seit fünf Jahren gibt es auch eine Facebook-Seite. 

Finanziell gab es ein eher ruhiges Jahr, war dem Kassenbericht von Horst Siehl zu entnehmen, den Roland Paasch vorlegte. Einen einstimmigen Vertrauensbeweis erbrachten die fälligen Wahlen: Vorsitzender bleibt Helmut Lind, zu seinem Vertreter wurde neu Roland Paasch gewählt. Unverändert blieben die Funktionen des Kassierers mit Horst Siehl und des Schriftführers mit Siegfried Koch. Neben Sandra Reichlin und Manfred Kress wurde als neue Beisitzerin Heike Glaser gewonnen. Die Kasse prüfen weiter Frank-Ulrich Lacker und Andreas Pollok. Zu ordentlichen Kreisdelegierten wurden Helmut Lind, Uta Heidt und Horst Siehl gewählt. Ersatzdelegierte sind Heike Glaser, Sandra Reichlin und Roland Paasch.

Ehrung für 60 Jahre

Die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß und der Vorsitzende Helmut Lind ehrten den langjährigen Rheinauer Stadtrat Willi Blum für 60-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel der SPD und einer Urkunde. Als 21-Jähriger war Willi Blum in den damaligen SPD-Ortsverein Freistett eingetreten. Willi Blum war 18 Jahre lang als Stadtrat tätig und  Bürgermeister-Stellvertreter. Nach 2004 engagierte er sich auch als Beisitzer im Ortsverein.

»In Rheinau leistet der SPD-Ortsverein sehr gute Arbeit«, zollte ihm die Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß ein besonderes Lob. »Die Zusammenarbeit in der Regierungskoalition ist schwieriger geworden«, informierte sie zur aktuellen politischen Situation. Die SPD bezeichnete sie als Motor der Regierung. Viele soziale Verbesserungen seien durch sie erreicht worden, doch werde dies auf die Fahnen der CDU um Angela Merkel geschrieben. Auch in Baden-Württemberg habe die SPD gute Politik gemacht, die leider vom Kretschmann-Effekt überschattet werde. In der öffentlichen Stimmung seien durch die AfD Ängste geweckt worden und darin sei auch eine mögliche Gefahr zu sehen.

Hermann Kiefer in der Mittelbadischen Presse vom 27. April 2016
Foto: Hermann Kiefer

 

 

Rede von Dr. Walter Caroli am 24. November 2015 in Freistett anlässlich des 100. Geburtstags von Friedrich Stephan

Foto:  Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Historiker Dr. Walter Caroli

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Angehörige von Fritz Stephan, sehr geehrte Mitglieder des Rheinauer Gemeinderats, meine Damen und Herren,

heute vor 100 Jahren wurde Friedrich Stephan geboren, nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur ein Parlamentarier der ersten Stunde, ein Wegbereiter der SPD in unserer Raumschaft nach dem Zweiten Weltkrieg und ein maßgeblicher Konstrukteur der Stadt Rheinau.

Es ist mir, als sein Fraktionskollege im Kreistag des Ortenaukreises von 1979 bis 1983, als späteres Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg und als Verfasser historischer Werke eine Ehre, ihm anlässlich seines 100-jährigen Geburtstages einige Worte zu widmen.

Am 24. November 1915 wurde Friedrich Stephan als Sohn des Zigarrenmacher-Ehepaars Friedrich Stephan und Rosina, geb. Klotter in Freistett geboren. Nur wenige Monate später verlor sich die Spur des Vaters, da er im Ersten Weltkrieg, irgendwo an der Westfront, sein Leben verlor. Die Mutter verheiratete sich nicht wieder, sodass Friedrich in ihrer alleinigen Obhut aufwuchs. Das Einkommen der Mutter setzte sich aus einer kärglichen Witwenrente und dem ebenfalls bescheidenen Lohn für Fabrikarbeit zusammen. So lernte Friedrich schon als Kind das damals entbehrungsreiche Dasein einer Arbeiterfamilie kennen, was ihn für sein ganzes Leben prägen sollte. Friedrich Stephan besuchte die Volksschule in Freistett und begann nach der Schulentlassung eine Lehre als Bauschlosser. Wenige Wochen nach Ablegung der Gesellenprüfung wurde er wegen mangelnder Aufträge entlassen. Als ihm, wie Stephan selbst berichtete, die nationalsozialistische Kriegsopferorganisation (NSKOV) in eine Arbeitsstelle vermitteln wollte, wurde von ihm eine politische Zuverlässigkeitsbescheinigung verlangt, die ihm aber der damalige Bürgermeister und NSDAP-Kreisleiter Anthony verweigerte. Schon 1932 hatte sein Arbeitgeber von ihm den Austritt aus der Eisernen Front verlangt. Diese Austrittserklärung stellte ihm der SPD-Vorsitzende und Leiter der Eisernen Front in Freistett, der Lehrer Hillenbrandt mit den Worten aus: „In einigen Monaten ist der Nazi-Spuk ohnehin vorbei“. Auf dem Arbeitsamt bedeutete man ihm, dass Familienväter bei Arbeitsvergaben bevorzugt würden und empfahl ihm den freiwilligen Arbeitsdienst, dem er dann 1934 beitrat.

1935 meldete sich Friedrich Stephan freiwillig zum Wehrdienst und leistete die zweijährige Dienstpflicht ab. Danach wurde er Unterführer beim neu konstituierten Reichsarbeitsdienst. Er war im Lager in Pforzheim tätig und wurde dann in die Arbeitsgauleitung in Karlsruhe versetzt, bereitete sich dort parallel zur Arbeit für den Gehobenen Dienst vor und bestand 1940 dafür die Aufstiegsprüfung. Stephan wurde 1941 eingezogen und war zunächst an der Westfront und dann an der Ostfront als Leutnant und Kompanieführer eingesetzt. 1943, während des Krieges, verheiratete er sich in Freistett mit Helma Falk. Aus der Ehe sind vier Kinder, Sieglinde, Ursula, Margitta und Hartmut hervorgegangen. Nachdem Stephan in Ostpreussen verwundet worden war, gab es einen kurzen Aufenthalt bei einer Genesungskompanie auf dem Heuberg. Darauf folgte erneut ein Einsatz an der Westfront, wo er am 27. April 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.

Vom 18. bis zum 30. Lebensjahr musste also Friedrich Stephan die Zeit des Nationalsozialismus durchleben. Wie mag 1933 die in der Bevölkerung umjubelte Machtübernahme auf den jungen Arbeitslosen, der 1932 der sozialistischen Arbeiterjugend beigetreten war, eingewirkt haben? Welche Gedanken durchkreisten ihn vor und während des Krieges und wie verarbeitete er die Fronterlebnisse? Welchen Eindruck machte die trommelartige Nazi-Propaganda auf ihn? Wir wissen es nicht, aber einige Aussagen in Reden, die im Landtag von Baden-Württemberg archiviert sind, geben einige Hinweise. Anlässlich des 125. Gründungsjubiläum der SPD im Jahre 1968 sagte er: „Die heutige junge Generation stellt uns oft die Frage, warum habt ihr Hitler nicht verhindert? Wir, die wir die Zwanziger-Jahre miterlebt haben, wissen, dass die Folgen des verlorenen Ersten Weltkriegs, mit den harten Bedingungen des Versailler Friedensvertrags und der Ende der 1920er-Jahre ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise dem Demagogen Hitler die Massen zugetrieben haben.“ Und in einer selbst verfassten Darstellung seines beruflichen und politischen Lebenswegs führte er aus: „Besonders das Erlebnis des Krieges bestärkte mich in der Erkenntnis, dass ich bis 1933 auf der richtigen Seite gestanden hatte“.

Schon im November 1945 wurde Stephan aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und nahm daraufhin sofort seine Arbeit im früheren Beruf des Bauschlossers bei der Schiffswerft in Freistett wieder auf. Während der Kriegsgefangenschaft muss er sich gedanklich damit befasst haben, beim demokratischen Aufbauprozess als Sozialdemokrat entscheidend mithelfen zu wollen. Denn bereits im Dezember 1945 nahm er an ersten Treffen der nach dem Krieg übrig gebliebenen Sozialdemokraten teil. Im Februar 1946 wurde  der Freistetter Ortsverein der Sozialistischen Partei Land Baden gegründet. Zum Vorsitzenden wählte man Friedrich Müller, der vor dem Verbot der SPD 1933 als letzter Vorsitzender fungiert hatte und Friedrich Stephan, den Jüngsten der Anwesenden, zu seinem Stellvertreter. Am 1. Mai 1946 wurde Stephan zum Vorsitzenden des neu gebildeten Kreisverbandes der SP, wie die SPD in der französischen Zone heißen musste, gewählt und machte es sich zur wichtigsten Aufgabe, die vor 1933 bestandenen SPD-Ortsvereine wieder zum Leben zu erwecken. Dies gelang ihm beispielsweise in Rheinbischofsheim, Helmlingen, Diersheim und Linx, in den katholischen Gebieten aber nur unter größten Schwierigkeiten, und auch oft nur vorübergehend. Eine  nicht geringe Rolle hätten oft streng gläubige Ehefrauen gespielt, berichtete Stephan einmal. Sie hätten es nicht dulden wollen, dass sich ihr Ehemann den „Roten“ anschloss. In Oppenau und Lautenbach sei ihm sogar einmal von Ehefrauen die Tür gewiesen worden.

Mit dem alten Damenfahrrad seiner Mutter war Stephan damals ständig unterwegs, konnte aber, als er zum 1. Januar 1947 zum Geschäftsführer der SPD im Unterbezirk Offenburg berufen wurde, ein Motorrad erwerben. Seine Schilderung der Arbeitsbedingungen als Geschäftsführer will ich ihnen, meine Damen und Herren, nicht vorenthalten:

„In Offenburg wurden mir am 15. Januar 1947 in der Hauptstraße 105 von der Stadt zwei leere Zimmer zur Verfügung gestellt. Möbel gab es keine. Ich möblierte mein Parteibüro, das zugleich Küche, Wohn- und Schlafraum wurde, mit der Glasvitrine und dem Tisch aus der guten Stube meiner Mutter. Desgleichen mit dem alten, aber schön breiten Hochzeitsbett meiner Eltern, 2 Stühlen und einem eisernen Ofen, den mir der Stadtrat Dielenschneider besorgte. Brennmaterial war auch nicht vorhanden, sodass ich zunächst zwei Säcke Holz aus dem Bestand meiner Mutter mit nach Offenburg transportierte, und zwar mit dem Milchauto, mit dem ich auch öfters am Montagmorgen von Freistett nach Offenburg zum Dienstantritt fuhr. Die Stadt Offenburg wies mir umgehend im Stadtwald ein Los Brennholz zu, zugleich für unsere Lokalredaktion „Das Volk“, unserer ersten Parteizeitung. Das Brennholz musste ich mit dem Genossen Oswald aus Elgersweier, der die Lokalredaktion im Vorzimmer meines Parteibüros betreute, im Wald selbst aufbereiten. Es musste dann einige Wochen hinter dem Ofen im Büro getrocknet werden, bevor es als Brennholz verwertbar war. Unter solch primitiven Verhältnissen haben wir damals die Parteiarbeit im Unterbezirk Offenburg beginnen müssen. Wir waren allerdings durch die Entbehrungen des Krieges einiges gewohnt und nahmen alle diese Beschwerden auf uns.“

Mit der Wahl des Badischen Landtags für das Bundesland Baden, das den Bereich Südbaden umfasste, begann Friedrich Stephans einzigartige landespolitische Karriere, die 29 Jahre dauern sollte. Seine erste Wahl in den Landtag am 18. Mai 1947 verdankte er einem Kuriosum, denn im Wahlkreis Kehl-Bühl kandidierte der Freiburger Dr. Marcel Nordmann, der aber auch gleichzeitig im Wahlkreis Freiburg Land-Müllheim nominiert war. Nordmann erhielt in beiden Wahlkreisen exakt die gleiche Stimmenzahl, nämlich 6.370 Stimmen, und musste sich für einen der beiden Wahlkreise entscheiden. Da er sich für die Annahme des Mandats im Wahlkreis Freiburg-Müllheim entschied, rückte der 31-jährige Friedrich Stephan, der an zweiter Stelle der Vorschlagsliste des Wahlkreises Kehl-Bühl stand, als der jüngste von 13 Abgeordneten der Sozialistischen Partei Badens in den ersten Landtag ein und sah sich dort 34 Vertretern der Christlich-Sozialen Volkspartei (der späteren CDU), neun Liberalen und vier Kommunisten gegenüber.  Der Landtag wurde für vier Jahre gewählt, blieb aber bis 1952 aufgrund der Verhandlungen des geplanten Zusammenschlusses von Baden mit Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden zusammen. Am 6. August 1947 bestimmte das Parlament den Leo Wohleb zum Staatspräsidenten, der schon seit April 1946 die provisorische Landesregierung geführt hatte. Die badische Staatskanzlei und Residenz des Präsidenten wurde das Colombischlössle in Freiburg, das Parlament tagte im Historischen Kaufhaus. Am 25. April 1952 ging das Land Baden zusammen mit Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern gegen den Willen der badischen Bevölkerung im neuen Bundesland Baden-Württemberg auf, der Badische Landtag wurde aufgelöst.

Der demokratische Neuaufbau wurde den ersten Abgeordneten des badischen Landtags  in den 1940er-Jahren nicht gerade leichtgemacht. Anders als die heutigen Landtagsabgeordneten, die sich mit Freikarte in der ersten Klasse nach Stuttgart bewegen, hatte Stephan schon bei Hin- und Rückfahrt erhebliche Erschwernisse in Kauf zu nehmen. Wenn eine Landtagssitzung in Freiburg angesetzt war, musste er morgens um 5 Uhr mit dem Fahrrad zum Bahnhof Renchen fahren. Von dort brachte ihn ein Personenzug, dessen Fenster wegen der Kriegsschäden mit Brettern vernagelt waren, nach Freiburg. In der Tasche hatte er einige Kartoffeln, die er dem Mittagessen hinzufügte, das die Abgeordneten im Hotel Oberkirch neben dem Kaufhaus, meistens aus Quark oder Gelben Rüben oder Krautgemüse bestehend, erhielten. Oft saß man nach Ende der Sitzung im Freiburger Bahnhof und musste bis zum Morgengrauen warten, bis der Zug endlich abfuhr. Auch die Vergütung der Abgeordneten war im Vergleich zu der heutigen äußerst bescheiden. Sie erhielten eine Monatspauschale von 150 Mark und 15 Mark Sitzungsgeld pro Tag. Den Abgeordneten standen auch keine wissenschaftlichen Mitarbeiter und keine Sekretärinnen zur Verfügung. Sie mussten ihre Anträge und Anfragen selbst schreiben, und dies in einer Zeit, wo es galt, durch eine Fülle von Gesetzen das Erbe des Nationalsozialismus zu überwinden.

Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg vertrat Stephan den Wahlkreis Offenburg-Kehl. Bodenständig wie er war, setzte er sich insbesondere für den ländlichen Raum ein. Die Landwirtschaft, auch die Situation der vielen Nebenerwerbsbetriebe, waren ihm ein Herzensanliegen. Als Mitglied und Vorsitzender des Petitionsauschusses hat er vielen Bürgerinnen und Bürgern in Notlagen geholfen. Als seine schwierigste Aufgabe als Parlamentarier bezeichnete er die Probleme der frühen Nachkriegszeit, wie die Hilfestellungen für die zu 75 Prozent beschädigte Stadt Kehl und für ihre evakuierte Bevölkerung sowie für die sogenannte „Rote Zone“ der kriegsbeschädigten Gemeinden entlang des Rheins. Manchen Strauß focht er mit der französischen Besatzungsmacht aus, über deren rigorose Entnahmepraxis er sich empörte. Als er in einer Versammlung überspitzt formulierte, die Diktatur der Nationalsozialisten sei offensichtlich durch die Diktatur der Besatzungsmächte abgelöst worden, erteilten ihm die Franzosen drei Monate Redeverbot. Nach 29 Jahren Zugehörigkeit schied Friedrich Stephan 1976 aus dem Landtag aus. Er hatte auf eine weitere Kandidatur verzichtet, weil sich die Abgeordnetentätigkeit, wie er meinte, nicht mehr mit seiner Aufgabe als Bürgermeister von Rheinau vereinbaren ließ.

Aber, blicken wir noch einmal weiter zurück. Was war aus seiner Tätigkeit als Unterbezirkssekretär der SPD geworden? Am 1. August 1948 berief ihn der Landesvorstand zum Landessekretär nach Freiburg. Dort blieb er auch nach der Entstehung des Südweststaats im Amt bis er 1969 zum Bürgermeister seiner Heimatstadt Freistett gewählt wurde.

Bevor sein kommunalpolitisches Wirken beschrieben wird, soll kurz ein Phänomen beleuchtet werden, mit dem die gestandenen Sozialdemokraten in den 1970er-Jahren zu kämpfen hatten. Der gesellschaftliche Wandel im Nachklang der 1968er Studentenrevolte, die Lichtgestalt Willy Brandts und neue ökologische Strömungen, die u. a. von Erhard Eppler verkörpert wurden, hatte massiv auf die SPD eingewirkt und viele junge Leute, u. a. mich selber, ihr zuströmen lassen. Stephan zeigte sich, wie auch die Bundestagsabgeordneten Martha Schanzenbach und Dr. Fritz Rinderspacher, leicht irritiert. Als er Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion war, konnte ich dieser inneren Spannung ein wenig nachspüren. Ich erinnere mich an sein ruhiges, völlig unaufgeregtes Auftreten, an seinen freundlichen Umgang mit seinen Fraktionskollegen, an seine betonte, fast spröde Sachlichkeit, und auch an den skeptischen Blick, mit dem er „junge Wilde“, zu denen ich damals auch gehörte, bei ihm missfallenden Äußerungen musterte.

Das Gefühl, aus den alten politischen Bahnen herausgerissen zu sein, beschrieb Stephan, nachdem er sich in den Ruhestand begeben hatte, – grundehrlich, bescheiden, durchaus selbstkritisch, aber auch stolz und selbstbewusst wie er war, – wie folgt: „Mein politisches Leben gehörte der SPD. Sie wird auch immer meine politische Heimat bleiben, auch wenn die nachfolgende Generation, die manches anders beurteilt und manche Beschlüsse fasst, die wir Ältere nicht immer mittragen möchten, denn ich habe gerade im Umgang mit den Besserverdienenden in Wirtschaft und Gesellschaft feststellen können, wie diese sogenannte Oberschicht ihre wirtschaftlichen Privilegien verteidigt und durch die Politik der Parteien rechts von der SPD abschirmt. Manche, insbesondere jüngere Genossen, haben mich gelegentlich als einen rechtsstehenden Sozialdemokraten bezeichnet. Natürlich bin ich im Laufe meiner langjährigen politischen Tätigkeit vom Himmelsstürmer zum Pragmatiker geworden und ideologische Aspekte traten in den Hintergrund. Ich habe gelegentlich dann auch humorvoll gekontert, indem ich sagte, ich sei stolz, ein rechter Sozialdemokrat zu sein, im Gegensatz zu den falschen. Dass ich 29 Jahre lang diesen Wahlkreis vertreten durfte, und dass ich bei der Wiederwahl als Bürgermeister 1975 in Freistett 82 Prozent aller Stimmen erhielt, war mir Beweis genug, dass ich mich auf dem richtigen Weg befand.“

Meine Damen und Herren,

Das 1968 vom baden-württembergischen Landtag beschlossene Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden bedeutete für den 1969 zum Bürgermeister der Stadt Freistett gewählten Friedrich Stephan die größte Herausforderung in seinem kommunalpolitischen Wirken. Schon zwei Jahre nach seiner Wahl konnte die Eigliederungsvereinbarung mit Memprechtshofen unterzeichnet werden. Geradezu heftig und leidenschaftlich wurden die Fragen diskutiert, ob der Verwaltungsraum Freistett-Rheinbischofsheim eine Verwaltungsgemeinschaft oder eine Einheitsgemeinde werden sollte, und wo der Sitz des Konstrukts liegen solle. Die kleineren Gemeinden in dem Verwaltungsraum schlossen sich zunächst entweder mit Freistett, oder mit Rheinbischofsheim zusammen. Ein heftiges Ringen zwischen den Landtagsfraktionen führten über einen interfraktionellen Antrag zu einer Schlussabstimmung, die beinhaltete, dass aus der Stadt Freistett und der Gemeinde Rheinbischofsheim die neue Stadt Freistett-Rheinbischofsheim gebildet werden solle. Daraufhin gab es ein Gerangel um die Namensfindung und die Festlegung des Verwaltungssitzes. Über den Vorschlag einer Verteilung der Ämter auf die beiden größten Gemeinden Freistett und Rheinbischofsheim konnte man sich nicht einigen. Nach fünf Verhandlungsrunden einigte man sich auf den Namen Rheinau, Stephan wurde zum Amtsverweser der neuen Gemeinde gewählt, der Verwaltungssitz wurde im Stadtteil Freistett eingerichtet und Rheinbischofsheim erhielt einige Ämter der Gesamtgemeinde. Die „Vereinbarung über die Rechtsfolgen der Vereinigung der Stadt Freistett und der Gemeinde Rheinbischofsheim zu der neuen Stadt Rheinau“ trat am 1. Januar 1975 in Kraft. Dass die beim Zusammenschluss der 9 Gemeinden entstandenen Wunden nicht so schnell heilten, zeigte sich bei der Bürgermeisterwahl im Jahre 1975, bei der höchst unterschiedliche Ergebnisse in den einzelnen Stadtteilen auftraten. Stephan hatte mit dem Regierungsoberinspektor Artur Kübler einen respektablen Gegenkandidaten, erreichte aber in der Gesamtgemeinde einen Stimmenanteil von 58 Prozent. Beim Amtsantritt betonte er, dass die Eigenart der Stadt Rheinau darin bestehe, dass sie eine weit verstreute Flächenstadt mit 9 Teilorten darstelle mit einer Entfernung von 18 Kilometern von der südlichen bis zur nördlichen Gemarkungsgrenze und ohne zusammenhängende Bebauung zwischen den einzelnen Stadtteilen. Man müsse sich bemühen, künftig die Beschlüsse auf breiter Mehrheitsbasis zu fassen, damit kein Stadtteil Anlass habe, zu glauben, er sei abgeschrieben und würde hinter das Gros der Stadt zurückgesetzt sein. Eine Stadt entstehe nicht durch die gesetzlich verordnete Zusammenlegung, sondern dadurch, dass sie in einem natürlichen Entwicklungsprozess zusammenwachse. Wie aktuell diese Bemerkungen heute noch sind, wissen Sie Herr Bürgermeister und Sie, meine Damen und Herren Gemeinderäte, besser zu beurteilen, als ich.

Ein dicker Ordner im Rathaus in Freistett enthält Reden des Bürgermeisters Friedrich Stephan von 1972 bis 1982. Hier findet man Ausführungen über alle kommunalpolitischen Projekte seiner Bürgermeisterzeit, wie das gigantische Projekt der Rheinstaustufe, die Errichtung eines Schul- und Sportzentrums, der Bau der Realschule, einer Schulsporthalle, des Hallenbades und des Maiwaldstadions, das später nach ihm umbenannt wurde. Auf sie detailliert einzugehen, würde dem Charakter der heutigen Gedenkveranstaltung zuwiderlaufen. Erwähnt seien noch der Bau des Klärwerks und der Kanalnetze und die Renovierung der Rathäuser in den Stadtteilen nebst vielen anderen Investitionen, bei denen er sich um ausgewogene Verteilung bemühte.

Bei seiner Zuruhesetzung, am 10. Juni 1983, verlieh ihm die Stadt Rheinau die Ehrenbürgerwürde. Sein landespolitisches Engagement wurde 1967 mit der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens und 1983 mit der Überreichung der Goldenen Verdienstmedaille des Landes gewürdigt. Friedrich Stephan hat sich im Ruhestand nicht zurückgezogen, vielmehr baute er das Heimatmuseum auf und nahm am öffentlichen Leben teil. Er starb am 14. Mai 1997. Bei der Trauerfeier in der Freistetter St.-Georgskirche würdigten der Rheinauer Bürgermeister Meinhard Oberle und Pfarrer Theo Oehler seine Persönlichkeit und sein landes- und kommunalpolitisches Wirken. Als damaliger Landtagsabgeordneter nahm ich Abschied für die SPD, u. a. mit den folgenden Worten: „Fritz Stephan gibt uns mit auf den weiteren Weg, dass nicht Ellenbogenmentalität und Ichbezogenheit, sondern Pflichterfüllung, Überzeugung, Prinzipientreue, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage unser Gemeinwesen weiterentwickeln und stabilisieren.“ Dies gilt heute, wie ich meine, vor dem Hintergrund der gegenwärtig zunehmenden und sich verschärfenden politischen Probleme in unserem Land und in unserer Raumschaft, erst recht. Stephan selbst hat diesen Grundsatz in einer Rede bei der Feierstunde zum 70. Geburtstag des SPD-Ortsvereins Rheinau im Jahre 1985 so formuliert: „Politik ist nicht ein einmaliger Schöpfungsakt, sondern die ständige Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit einzutreten und die Freiheit und den Frieden für die Menschen zu sichern.“

Meine Damen und Herren,

Es ist richtig und wichtig, dass die Stadt Rheinau am 100-jährigen Geburtstag Friedrich Stephans an ihren und des Hanauerlands großen Sohn erinnert und ihm eine Gedenkfeier widmet. Friedrich Stephan hat als Landespolitiker am Wiederaufbau der Demokratie in Baden nach 1945 großen Anteil, die Gründung der Stadt Rheinau und ihre Entwicklung zu einer leistungsfähigen und prosperierenden Gemeinde sind untrennbar mit seinem Namen verbunden.

 

 

 

Roland Paasch feierte seinen 65. Geburtstag


(v. l.) Horst Siehl, Roland Paasch und Helmut Lind

Roland Paasch (Mitte) aus Freistett feierte seinen 65. Geburtstag. Roland ist mit seiner aus Freistett stammenden Ehefrau Gisela im vergangenen Jahr nach Freistett zugezogen. Als langjähriges SPD-Mitglied hat er gleich Kontakt zum Ortsverein Rheinau aufgenommen und ist seit April 2015 dort auch als Beisitzer im Vorstand aktiv.
Helmut Lind (rechts), Vorsitzender der SPD Rheinau, sowie Vorstandsmitglied Horst Siehl, besuchten den Genossen an seinem Geburtstag und wünschten ihm alles Gute, viel Glück sowie Gesundheit und Wohlergehen.

 

Walter Frei feierte seinen 80. Geburtstag.

Walter Frei aus Memprechtshofen, langjähriges Mitglied im SPD-Ortsverein und viele Jahre für die SPD im Gemeinderat der Stadt Rheinau tätig, feierte am Montag seinen 80. Geburtstag.
Helmut Lind, Vorsitzender der SPD Rheinau, besuchte den Genossen an seinem Jubeltag, dankte ihm für seine Treue zum Ortsverein und wünschte ihm alles Gute, viel Glück sowie Gesundheit und Wohlergehen.

 

Horst Siehl feierte seinen 60. Geburtstag.

Horst Siehl (links), Stadtrat für die Fraktion SPD/FW im Gemeinderat der Stadt Rheinau, feierte an diesem Wochenende seinen 60. Geburtstag.
Helmut Lind, Vorsitzender der SPD Rheinau, dankte dem langjährigen Mitglied, ehemaligen Vorsitzenden und derzeitigen Kassenwart für seine geleistete Arbeit im Ortsverein und in den kommunalen Gremien und wünschte ihm alles Gute, viel Glück sowie Gesundheit und Wohlergehen. Mit einem Ständchen der "besonderen politischen Art" überraschten die "Roten Socken" des Kreisverbands Ortenau den Jubilar. Horst Siehl ist von Anfang an bei der Chorgruppe mit dabei und freute sich über die gelungene Überraschung.

 

Ewald Walter feierte seinen 90. Geburtstag.

Ewald Walter aus Holzhausen, SPD-Mitglied seit 1952, feierte kürzlich seinen 90. Geburtstag. Vorsitzender Helmut Lind überbrachte dem Jubilar die Glückwünsche des SPD-Ortsvereins Rheinau und überreichte ein Präsent.

 

Gerd Leiner feierte seinen 65. Geburtstag

Gerd Leiner, langjähriges Mitglied der SPD Rheinau, feierte im Juni 2014 seinen 65. Geburtstag. Vorsitzender Helmut Lind überbrachte dem Jubilar die Glückwünsche des Ortsvereins, dankte für die langjährige Mitarbeit im Ortsverein und überreichte ein Präsent.

 

Siegfried Koch feierte seinen 60. Geburtstag

Siegfried Koch, Ortsvorsteher von Rheinau-Holzhausen und Vorsitzender der SPD/FW- Fraktion im Rheinauer Rat feierte im Mai 2014 seinen 60. Geburtstag.
Helmut Lind, Vorsitzender der SPD Rheinau, dankte dem langjährigen Mitglied, Ortsvorsteher von Holzhausen und Stadtrat für seine geleistete Arbeit im Ortsverein und in den kommunalen Gremien und wünschte ihm alles Gute, viel Glück sowie Gesundheit und Wohlergehen.

 

Finden Sie nicht auch, dass es sich lohnt, für ein modernes und gerechtes Deutschland zu arbeiten?

Für ein Land mit Sicherheit für seine Bürger, Zukunftschancen für alle und einer starken Demokratie. Für ein Deutschland, das internationale Verantwortung übernimmt und bei dem Gerechtigkeit und Fairness nicht an den Landesgrenzen endet.

Ob im Stadtteil vor Ort, im Bundesland, auf nationaler oder internationaler Ebene: Überall engagieren sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dafür, die Welt ein Stück gerechter zu machen.

Machen Sie doch einfach mit. Wir treten ein. Warten Sie nicht länger. Weitere Info bei unserem . Vorsitzenden Helmut Lind, Tel. 07844/991780 oder per Mail an info(at)spd-rheinau.de

 

Termine

Alle Termine öffnen.

08.01.2018, 11:00 Uhr - 08.01.2018 Spitzentreffen

08.01.2018, 13:15 Uhr Politischer Jahresauftakt

24.01.2018, 19:00 Uhr Kreisvorstandsitzung KV Ortenau

27.01.2018, 10:00 Uhr Ortsvereinsvorsitzendenkonferenz

27.01.2018, 12:30 Uhr Open Space - #basismachtZukunft

21.03.2018, 19:00 Uhr Kreisvorstandsitzung KV Ortenau

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SPD Baden-Württemberg

"Ich unterstütze den Vorschlag, nun in Sondierungsgespräche mit CDU und CSU zu gehen - und zwar konstruktiv und weiterhin ergebnisoffen, ausdrücklich. Klar ist: Das werden keine einfachen Sondierungen. In jedem Fall reden wir über eine mögliche Regierungsbildung anhand von Inhalten. Es geht um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, um soziale Sicherheit, um die Erneuerung unseres Landes. Ja oder Nein - und wenn Ja wie -, das kann nur anhand von Inhalten beurteilt werden. Ein Weiter-so gibt es in keiner Konstellation. Und auf eine Selbstinszenierung wie in den Jamaika-Sondierungen können wir gut verzichten."

Vor den Warnstreiks von verdi an den Uniklinika in Tübingen und Freiburg diese Woche erklärt sich die SPD Baden-Württemberg solidarisch mit den Beschäftigten. "Das ganze Pflegesystem ist völlig unterfinanziert und die Beschäftigten in der Pflege völlig überlastet. So kann es nicht weitergehen", sagte SPD-Generalsekretärin Luisa Boos. "Das Thema hat im Bundestagswahlkampf eine große Rolle gespielt, jetzt redet kaum mehr jemand davon. Es wird Zeit, dass wir gemeinsam mit den Beschäftigten den politischen Druck erhöhen."

Leni Breymaier und Ute Vogt sind beim Bundesparteitag in den Parteivorstand gewählt worden. Sie gehören nun zu den insgesamt 35 Beisitzern, Vogt war dies bereits. „Ich freue mich, dass wir von zwei starken Frauen im PV vertreten werden. Wir werden Hand in Hand an der Erneuerung der SPD weiterarbeiten“, so Generalsekretärin Luisa Boos. Breymaier wurde in der Nachfolge von Vogt auch ins Präsidium gewählt. Peter Friedrich, acht Jahre für die SPD Baden-Württemberg im Vorstand, hatte nicht erneut kandidiert. Dem ehemaligen Europaminister wurde herzlich gedankt.

"Das war eine gute Debatte. Sie hat gezeigt: Es geht um Inhalte, nicht um die politische Farbenlehre. Klar ist, dieses Votum bedeutet keine Vorfestlegung auf eine der möglichen Varianten."

Katja Mast ist seit Montag stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Die 153 SPD-Abgeordneten wählten Mast zur Stellvertreterin von Andrea Nahles.

Ab sofort gehört Mast damit zur engen Führungsspitze der SPD-Bundestagsfraktion und verantwortet die Themenbereiche Arbeit, Soziales, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie ist für die gesamte Strategie und die parlamentarischen Abläufe in ihren Bereichen zuständig. Zudem führt sie Verhandlungen mit den politischen Mitbewerbern. Die Fraktionsvorsitzende Nahles und die Fraktion als Ganzes bei Terminen zu vertreten, kommt ebenfalls neu hinzu.

"Ich unterstütze den jetzt eingeschlagenen Weg des Parteivorstands. Es gibt keine Vorfestlegung, sondern eine offene Debatte über Tolerierung, Kooperation oder Regierungsbeteiligung. Da muss erheblich was passieren, bis wir in eine wie auch immer geartete Regierungsbeteiligung eintreten können."

Heute vor fünf Jahren wurde unser Genosse Frank Mentrup zum Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe gewählt. Seitdem hat er viel bewegt - und er hat noch viel vor. Bei den Heimattagen ging es für unsere Landesvorsitzende Leni Breymaier und Frank Mentrup hoch hinaus: eine Runde Riesenrad vor dem Karlsruher Schloss. Einsteigen bitte!

Dank des medizinischen Fortschritts kann man heute mit einer HIV-Infektion auch gut leben. Aber nicht mit der alltäglichen Angst vor Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung. Wir müssen endlich Vorurteile und unbegründete Ängste in der Gesellschaft abbauen.

Die SPD in Baden-Württemberg hat das Abstimmungsverhalten von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt bei der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat als "glatten Vertrauensbruch" bezeichnet.

"Ich weiß, viele Betroffene haben sich für Anton Schlecker ein härteres Urteil gewünscht. Viele der Frauen warten immer noch auf eine Entschuldigung. Sie haben sich mit ihrer ganzen Kraft und Persönlichkeit für ?ihre? Filiale eingesetzt. Sie sind immer noch sauer und enttäuscht.

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